

Voller Vorfreude erwartet, monatelang vorbereitet und generalstabsmäßig geplant: Endlich war er da, der große Tag, der AirportRun. Alles lief wie am Schnürchen. Antonia, meine Liebste, war auch dabei, das Wetter spielte mit und ich sah nicht nur spitze aus, sondern war auch bestens ausgestattet: Stirnband statt Bauhelm, bequeme Laufschuhe statt Gummistiefel, Laufanzug statt Blaumann. Mehr als 1.700 Läufer waren mit mir am Start. Die Aufregung war groß. Ich war nicht der einzige Nervöse an diesem Tag. Jeder wollte einen Platz möglichst weit vorn an der Startlinie ergattern. Pünktlich 18.00 Uhr ging's in Bohnsdorf los.
Unser Starter, Schönefelds Bürgermeister Udo Haase, spannte uns sekundenlang auf die Folter: „Auf die Plätze...“, allseits tiefes Luftholen, „...fertig...“, Konzentration, „...Los!“ Peng! Und wir stürmten los. Und dann strampelte, drängelte, keuchte ich kilometerlang zwischen eingecremten, geölten, schwitzenden Körpern hindurch, vorbei an den Start- und Landebahnen, quer über die BBI-Baustelle bis zur Ziellinie am Verwaltungsgebäude Schönefeld. Besser hätten wir dort nicht empfangen werden können: Ausgelassene Partystimmung, Livemusik von den Roccopyrats und einfach ein herrlicher Brandenburger Sommerabend. Die Siegertrophäe habe ich zwar nicht bekommen, aber verloren hat hier an dem Abend keiner. Und ich erst recht nicht: 1:58:07 h für nicht weniger als 21,0975 Kilometer. Mein persönlicher Weltrekord!