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26. Juli 2007

Begegnet bin ich ihr noch nie. Wie auch? Tagsüber gräbt sie sich ein und nachts wird sie aktiv. Gar nicht mein Fall. Gehört habe ich sie aber schon. Kwok. Kwok. Kwok. Was sich wie ein leises Klopfen anhört, sind ihre Rufe während des Laichens unter Wasser. Sie hat einen Namen, der wie ein klarer Tropen Honigtau auf meiner Ameisenzunge zergeht: Pelobates fuscus. Dabei muss man die Silben ganz langsam und lang gezogen aussprechen: Pe-lo-ba-tes fus-cus. Nie gehört? Hierzulande ist sie auch bekannt als die Knoblauchkröte. Sie ist eine der besonders gefährdeten und europaweit geschützten Amphibien. Und sie lebte bis vor kurzem ausgerechnet auf unserer BBI-Baustelle.

Immer im Frühjahr wanderte sie aus den Wäldern in die Teiche auf dem Baufeld, genau dorthin wo Bagger entlang rollen und schwere Maschinen hin und her bewegt werden. Davor mussten wir sie schützen und in ein neues Gebiet umsiedeln. Tausende Tiere, auch Moorfrösche und Erdkröten, haben unsere Umweltschützer in den letzten Jahren eingesammelt. Jetzt leben sie friedlich und sicher in vier neuen Teichen – außerhalb der Baustelle. Ob ich Pelobates fuscus dort demnächst mal treffe?