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03. September 2007

Vor sechs Wochen haben wir den Bau am unterirdischen BBI-Bahnhof gestartet. Zurzeit ist dort ein riesengroßes Loch zu sehen. Es wird unentwegt gearbeitet: Bagger wühlen sich in den Boden, Muldenkipper transportieren Erdreich, Betonpfähle werden in die Erde gegossen. Ulf Hofmann, Projektleiter von Schälerbau, sorgt dafür, dass beim Bahnhofsbau alles wie am Schnürchen läuft. Mit ihm habe ich vor kurzem gesprochen.

Herr Hofmann, ist das nicht frustrierend, einen Bahnhof zu bauen, der unter der Erde verschwindet?

Daran habe ich mich in meinem Berufsleben längst gewöhnt. Ich war zuletzt am Bau der ICE-Neubaustrecke zwischen Ingolstadt und Nürnberg beteiligt und ein großer Anteil dabei waren mehrere Tunnel. Außerdem ist es ein großes Ereignis, hier in Berlin einen Bahnhof in die Tiefe zu bauen.

Was ist für Sie dabei die größte Herausforderung?

Die besondere Aufgabe ist, dass über dem Bahnhof, der ja in der Tiefe verschwindet, noch ein Terminal gebaut wird. Das ist nicht gerade alltäglich. Unser Gründungskonzept besteht aus Pfählen und Platten, die wir miteinander kombinieren. Das nennt man kombinierte Pfahlplattengründung.

Wie viele Bauarbeiter sind denn derzeit mit den Gründungsarbeiten beschäftigt?

Wir sind ja erst am Anfang: Wir haben die Verbauten errichtet, die Entwässerung bzw. Grundwasserhaltung aufgebaut und sind jetzt dabei, die Pfähle herzustellen. Also ich würde sagen, damit sind rund 50 Bauarbeiter beschäftigt.

Das werden aber sicher noch mehr, oder?

Klar, zu Höchstzeiten werden hier 200 bis 300 Leute arbeiten. Wir arbeiten ja mit verschiedenen Nachunternehmen zusammen, die für spezielle Bereiche zuständig sind, z.B. für den Grundbau, die Wasserhaltung und den Erdbau. Die für den Bau zuständige Arge besteht aus vier Firmen mit Schälerbau als technische Geschäftsführung.

Das klingt nach viel Abstimmungsbedarf.

Ja, der ist tatsächlich riesengroß. Ich bin ja eher einer, der das lieber draußen auf der Baustelle regelt, zumal ich mal als Bauleiter gearbeitet habe. Aber das kann ich natürlich nicht verwirklichen. Sie sehen ja den vielen Schriftverkehr auf meinem Schreibtisch. Aber ich habe eine große Mannschaft, die mich hier unterstützt.

Und wer ist Ihre wichtigste Ansprechperson auf der Baustelle?

Es gibt hier eine große Bauleitung, mit der ich mich abstimme. Außerdem gibt es mehrere Bauleiter für die einzelnen Spezialgebiete, mit denen ich spreche.

Läuft soweit alles nach Plan?

Davon bin ich überzeugt.