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13. Mai 2008

Jedem Morgen steige ich von meinem Auto um in den Bus. Und ich mache es gern.Denn es ist unser Baustellen-Bus. Von außen sieht er aus wie ein normaler BVG-Bus und von innen eigentlich auch. Aber drinnen sitzt Anna. Für jeden von uns hat sie immer ein Lächeln übrig.

Anna fährt uns vom Eingangstor der Baustelle zu den eigentlichen Bauplätzen, die auf dem ganzen Gelände verstreut sind. Denn es wird an vielen Stellen parallel gebaut. Nun wundern Sie sich sicher, warum wir das Stückchen nicht laufen können. Das liegt daran, dass es kein kleines Stückchen ist: Ganze neun Kilometer liegen zwischen dem Parkplatz, wo wir unsere Privatautos parken und den entlegendsten Bauplätzen auf dem Gelände des BBI. Und am Abend wären es dann noch einmal neun Kilometer Fußweg zurück. Das ist eine ganz schöne Strecke, nicht wahr? Unser Flughafen wird später für die Passagiere ein Airport der kurzen Wege sein – dafür sind sie für uns Bauarbeiter im Moment noch umso länger.

Manchmal, wenn es stark geregnet hat, erinnern die Baustraßen eher an eine schlammige Offroad-Tour. Aber Anna verliert nie die Nerven. Sie ist da ganz locker und hat bisher auch noch keinen Unfall gebaut. Toi Toi Toi weiterhin!

Sind Sie neugierig, wie groß der BBI wirklich ist? Den besten Überblick bekommt man aus der Luft. Sie sollten Ende Mai bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung vorbeischauen, dann können Sie bei Rundflügen einen Blick aufs Gelände werfen. Von da oben sehen die Bauarbeiter klein wie Ameisen aus, habe ich mir sagen lassen. Mich würde aber viel mehr interessieren wie wir Ameisen von da oben eigentlich aussehen.