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5. August 2008

Phileas Fogg reiste in Jules Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“. Eines meiner Lieblingsbücher. Ich habe nicht ganz so viel Zeit, nämlich nur zwei Monate, aber dafür geht meine BBI-Sommertour auch „nur“ durch ganz Brandenburg. „Nur“ dachte ich zumindest am Anfang. Aber je länger ich unterwegs bin, desto mehr merke ich, dass mein Heimatland voller Geschichten steckt. Da kann auch eine Weltreise nur schwer mithalten.

Heute sind wir in Guben, im Landkreis Spree-Neiße, knapp 150 Kilometer südöstlich von Berlin. Auch auf Station sieben von 17 erwarten uns interessierte Fragen nach dem neuen Hauptstadt-Airport. Wann er denn fertig ist? Im Herbst 2011. Was wir gerade bauen? Das BBI-Terminal.

Aber weil ich selbst auch ganz schön neugierig bin, frage ich natürlich zurück und habe einiges über Guben erfahren: Guben ist nicht nur eine Grenzstadt, Guben ist die Grenze. Aufgrund der im Potsdamer Abkommen an Oder und Lausitzer Neiße festgelegten deutsch-polnischen Grenze wurde 1945 der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt einschließlich des historischen Zentrums zur polnischen Stadt Gubin. Na, da schau ich doch nach Dienstschluss mal bei meinen polnischen Freunden vorbei. Zwei Länder an einem Nachmittag – da hätte selbst Phileas Fogg gestaunt!