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11. August 2008

Für unsere heutige Station auf der BBI-Sommertour bin ich mit der Berliner S-Bahn angereist. Von meinem Ameisenbau auf der BBI-Baustelle bis nach Strausberg ist es ja kaum eine Stunde!

Kaum komme ich in Strausberg an, tippt mir einer von hinten auf die Schulter. „Du bist doch der Armin“, sagt eine heisere Stimme. Ich drehe mich um. Und hinter mir steht ein älterer Herr mit freundlichem Blick. „Ja, das bin ich“, sage ich. „Na, so viele blaue Männeken wie Du laufen hier ja auch nicht rum“, sagt er und lacht. Wo er Recht hat, hat er Recht.

„Weeßste, du erzählst immer von deinem Flughafen, dacht ick ma: Erzählste Arminchen mal von deinem Flughafen“, berlinert der Strausberger. „Ach ja, ick bin übrijens Jüntha.“

Dann beginnt Günther zu erzählen: Er war als Säugling dabei als der Flugplatz Strausberg im Jahr 1927 gegründet wurde - als Segelfluggelände. Doch noch bevor er das erste Mal selbst abheben konnte, wurde Strausberg 1935 Luftwaffenstützpunkt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Platz bis 1952 durch die sowjetischen Luftstreitkräfte übernommen und danach durch die NVA genutzt.

„Aber seit 1958 wurde ein Teil von Strausberg wieder für die Zivilbevölkerung geöffnet“, sagt Günther. Damals wurde Günther zum Segelflieger. „Wie als wenn’ste schwebst“, beschreibt er das Gefühl.

„Na, Männeken, da staunste!“, sagt Günther mehr als dass er fragt und gibt mir noch den Tipp ins gerade eröffnete Flugplatzmuseum zu gehen. Und noch bevor ich mich bedanken kann, ist er so schnell verschwunden wie er aufgetaucht war.