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12. September 2008

Gestern fühlte ich mich so richtig gerädert. Und das im Wortsinn. So viele Kilometer wie in den vergangenen acht Wochen bin ich noch nie mit dem Bus gefahren. Quer durch Brandenburg hat uns unsere BBI-Sommertour geführt. 17 Städte in zwei Monaten. Das ist ein Pensum, wie es sonst gerade mal die Rolling Stones schaffen. Und ich muss sagen: Hut ab, vor den alten Herren. Aber die haben natürlich auch einen eigenen Koch, einen eigenen Masseur und eine mobile Sauna hinter der Bühne.

Das hätte ich gestern auch gebrauchen können: Nach einer langen Fahrt mit vielen Kopfdrehungen – in unserem schönen Land gibt es ja viel zu sehen vom Bus aus - war ich ziemlich verspannt. Und auch sonst: Ich weiß gar nicht mehr, wie vielen Besuchern ich meine vier Hände geschüttelt habe. Meine Tennisarme fühlen sich an, als hätte ich einem Großteil der 22 bis 25 Millionen Passagiere, die man anfangs für den BBI erwartet, bereits persönlich begrüßt.

Nun ist es vorbei. Gleich laden wir zum letzten Mal den Info-Stand auf dem Marktplatz von Fürstenwalde ein, unser Busfahrer wird zum letzten Mal satt brummend den Bus anlassen und wir fahren heim. Ich bin wehmütig, und froh zugleich.

Ich freue mich auf einen gemütlichen Abend mit Antonia, ich werde von unterwegs einen der ersten Kürbisse mitbringen, und dann macht sie eine leckere Suppe draus – Kürbissuppe ist ihre Spezialität, da habe ich Küchenverbot. In der Zeit werde ich mir unsere Baustelle ansehen. Da hat sich seit dem Beginn der Sommertour einiges getan. Ach, am schönsten ist es doch auf der eigenen Baustelle!