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02. Oktober 2008

Wer tief im Boden gräbt, wie wir Bauarbeiter es beruflich nun mal machen, findet im Laufe seiner Berufsjahre alles Mögliche: Verrostete Fahrräder zum Beispiel, ein komplettes Auto und genug Hausrat für eine ganze Wohnungseinrichtung. Einmal habe ich sogar historische Gräber entdeckt, die dann von Archäologen gesichert wurden. Nur ein Schatz kam mir noch nicht unter die Schaufel.

Besondere Vorsicht und Umsicht ist immer dann angesagt, wenn man bei Tiefbauarbeiten eine Bombe findet. Dann werden auch alte Hasen wie ich nervös. Ich hatte schon so ein blödes Gefühl im Bauch, als mein Handy klingelte. Mein Kollege Karl war dran. „Armin, weißt Du, was wir gefunden haben ….“ Ich erkannte am Zittern seiner Stimme, was los ist. „Ich glaube schon, bin sofort da.“ Ich machte mich auf den Weg und rief von unterwegs gleich die Sprengstoff-Spezialisten von der Berliner Polizei an.

Zwei Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg, gut 60 Jahre unentdeckt im Boden versteckt, hatten meine Kollegen bei der planmäßigen Suche auf einem Feld bei Kienberg entdeckt. Über dieses Feld wird die Bahntrasse künftig unseren BBI an die Fernbahn anbinden. Klar, dass wir vorher den Baugrund auf Herz und Nieren inspizieren. Und so fanden wir denn auch die Blindgänger, die so lange niemand vor uns bemerkt hatte.

Die Sprengstoff Spezialisten von der Polizei waren schnell vor Ort und haben die Bomben kontrolliert gesprengt. Ein erstaunlich leises: Puff! Das war’s. Und wieder sind wir unserem neuen Hauptstadt-Airport ein Stück näher gekommen.