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14. November 2008

Ich als Ameise habe ja naturgemäß eher mit Tunneln zu tun. Und nicht mit Brücken. Aber irgendwie mochte ich Brücken schon immer sehr. Umso mehr freut es mich, dass wir gerade eine fertig gebaut haben: die „.BW C06 A15“ aus 961 Kubikmeter Beton und 164 Tonnen Stahl. Sie führt die B96a über die zukünftige Fernbahnanbindung Ost.

Bei unserem Familienfest am Wochenende muss ich darüber wohl ziemlich ins Schwärmen gekommen sein. Denn nach meinen Ausführungen über die Geschichte des Brückenbaus ,beginnend mit Steinen, hölzernen Planken und umgestürzten Bäumen, die als Brücken mit geringer Spannweite kurze Distanzen überwanden, über die Antike und die Bogenbrücken des alten Griechenlands bis zu Meisterwerken der modernen Ingenieurskunst auf unserem BBI, war es verdächtig ruhig. Nur mein zweijähriger Neffe fragte ganz trocken: „Onkel Armin, was ist eine Brücke?“ Alle haben gelacht. Aber ich kam ins Schleudern.

„Als Brücken gelten alle Überführungen eines Verkehrsweges über einen anderen Verkehrsweg, über ein Gewässer oder über tieferliegendes Gelände, wenn ihre lichte Weite zwischen den Widerlagern 2,00 m oder mehr beträgt. (…)“ schreibt die Deutsche Industrienorm 1076.

Als Erklärung für einen Neffen mit Nuckel im Mund absolut untauglich. Na, ich habe ihm dann erklärt, dass unsere Brücke eine neun Meter hohe und 40 Meter lange Straße ist, unter der die Eisenbahn später durchkriechen wird. Das wollte er natürlich sofort sehen. Nichts leichter als das, denn als erstes Bauwerk des BBI ist sie sogar schon in Betrieb! Wir sind gleichmal hingefahren.