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20. Januar 2009

Das Letzte, aber auch wirklich das Allerletzte, was ein Mann, und sei es ein Ameisenmann wie ich, am Morgen nach einem langen Abend braucht, sind gute Ratschläge: „Ja, ja“, hat mich heute meine Freundin Antonia mit kräftiger Stimme geweckt, „das beste Mittel gegen Katzenjammer ist und bleibt doch immer noch der Verzicht auf Alkohol.“

Blöder Spruch. Und ich? Habe mich ganz elend noch einmal umgedreht und gemurmelt: „Bitte, doch nicht so laut!“

Sie werden es erraten haben: Gestern Abend war der Neujahrsempfang der Berliner Flughäfen. Und ich war natürlich mittendrin und voll dabei. „Ich habe meine Blutgefäße erweitert, den Kreislauf angeregt und den Blutdruck gesteigert“, erklärte ich Antonia beim Frühstück im Stil einer Bilanzpressekonferenz. Aber sie hatte mich durchschaut: „Du hast Alkohol getrunken!“

Nun gut, so kann man das auch sagen.

Aber es war auch wirklich ein toller Empfang. Denn in diesem Jahr haben wir unsere Gäste an einen ungewöhnlichen Ort eingeladen – in den unterirdischen BBI-Bahnhof mitten auf der BBI-Baustelle. Denn hier sind die Arbeiten am neuen Hauptstadt-Airport schon am weitesten vorangeschritten.

Der „Keller“ des künftigen Hauptstadt-Airports ist im Rohbau fertig. Und wie weit wir sonst schon sind, davon konnten sich gestern unsere rund 1.000 geladenen Gäste, darunter auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, mit eigenen Augen überzeugen.

Aber das war gestern. Heute heißt es wieder: Ran an die Arbeit. Ausreden zählen nicht. Und für alle Fälle hat mir Antonia einen Rollmops als Pausenbrot mitgegeben. Das soll angeblich helfen, hat sie gesagt.