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22. September 2009

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Also, Raupen sind doch ganz in Ordnung, muss ich mal sagen. Und wer sich mit der schwierigen Beziehungskiste zwischen uns Ameisen und den Schmetterlingslarven auskennt, der weiß, wie schwer mir gerade ein solches Bekenntnis fällt, geben sich die Raupen doch oft genug als Ameisenkinder aus und schnorren sich bei uns im Ameisenbau durchs Leben. Unerhört, so was!

Aber in diesem Sommer konnte ich mich auf der BBI-Baustelle einmal mehr davon überzeugen, dass man sich auf seine eigenen Klischees nicht immer verlassen sollte.

Zumindest nicht in Bezug auf die beiden Raupenkräne, die hier auf der Baustelle für den neuen Hauptstadt¬-Airport BBI seit einigen Wochen im Einsatz sind. Denn die verdienen alle Achtung. Von wegen faul: Fleißig sind die, fast so wie wir Ameisen!

Nur etwas größer und schwerer, zugegeben, denn allein für den Aufbau eines einzelnen Raupenkrans waren 60 Laster nötig. Aber nun sind sie im Einsatz. Und wie! Nach und nach montieren sie die einzelnen Stahlbauteile für das Dach des BBI-Terminals. Ein Schauspiel, das Sie sich unbedingt einmal von dem BBI-Infotower anschauen sollten. Denn das ist eine gewaltige Aufgabe, weil das Gesamtgewicht des Terminaldaches, das im nächsten Frühjahr fertig sein soll, bei 10.000 Tonnen liegt.

Respekt, muss ich sagen. Ich hab schon überlegt, ob ich die Raupen mal nach Feierabend auf ein Kaltgetränk in den Ameisenbau einlade. Ich weiß nur nicht, was Antonia sagt, wenn sie erfährt, dass eine Raupe zu Besuch kommt.