

Mal abgesehen davon, dass ich die letzten Nächte vor lauter Aufregung kaum geschlafen habe, geht’s mir richtig gut. Heute haben wir mit mehr als tausend Gästen Richtfest für das Terminal gefeiert. Weder der graue, regenverhangene Himmel noch die Krise in Griechenland – weswegen Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer seine Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte – konnten unsere Feierlaune trüben.
Ganz im Gegenteil. Die Stimmung war gut, der Andrang riesengroß: Die Herren Wowereit und Platzeck waren da, unsere Geschäftsführung sowie Planer, Architekten, Ingenieure, Mitarbeiter und Airline-Kunden des Flughafens. Und vor allem, meine Jungs, die hier tagein, tagaus gewirkt haben. Besonders stolz war ich auf Frank Köhn von der Firma Eiffel. Er hat den Richtspruch gesprochen und dann ganz klassisch das Weinglas auf den Boden geworfen – Scherben bringen ja Glück.
Gefeiert haben wir bei fetziger Musik und gutem Essen im Marktplatz des Terminals. Also dort, wo zukünftig die Passagiere ihre Wartezeit in Cafés, Restaurants und Shops verbringen können. Das ist natürlich noch der reine Rohbau. Kahle, graue Wände, kalte Fußböden – Beton halt. Mit dem Innenausbau des Terminals werden wir in den nächsten Wochen beginnen.
Wir vom Bau sagen ja immer, jede Baustelle hat drei große Momente: Spatenstich, Richtfest und Eröffnung. Jetzt – nach 44 Monaten und 2 Tagen Bauzeit am Terminal – sind wir mittendrin. Nur noch 540 Tage sind’s bis zur Eröffnung. Bis dahin haben wir noch alle Hände voll zu tun. Aber heute Nacht werde ich erstmal richtig gut schlafen.