

In Zeiten, in denen alle mit Begeisterung über die Möglichkeiten von Internet und Computern reden, versuche ich, zumindest nach Feierabend, immer mit Plädoyers für das gedruckte Wort dagegen zu halten. „Als Geschenkpapier ist die Zeitung dem Computer immer noch überlegen“, habe ich neulich deshalb zu meiner Freundin Antonia gesagt. Gutes Argument, oder? Aber sie hat nur abgewinkt. Dabei muss selbst ich zugeben, dass unsere Welt ohne Rechnerleistungen wohl nicht mehr funktionieren würde. Und ein Flughafen wie der neue Hauptstadt-Airport BBI schon gar nicht.
Vor wenigen Tagen haben wir das neue Rechenzentrum für den BBI in Betrieb genommen. Stellen Sie sich vor: Rund 500 Server versorgen künftig den neuen Hauptstadtflughafen mit Rechenpower. Der Speicherplatz beträgt insgesamt 100 Terabyte. Ich habe das mal umgerechnet. Das Rechenzentrum hat eine Leistung, die ungefähr 8.000 PC entspricht. Oder anders gesagt: Auf den Festplatten am BBI würden mehr als 20.000 Spielfilme im DVD-Format Platz finden.
Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Bücher da digital gespeichert werden könnten. „Jedenfalls mehr, als wir in unserem Ameisenbau unterkriegen könnten“, hat Antonia gemeint. Da hat sie wohl recht.