

Als ich neulich mal wieder meine Tante Ursel besucht habe, war sie so aufgeregt, dass sie mich nicht einmal ordentlich begrüßt hat. Stattdessen sprudelte sie sofort los: „Armin, weißt Du was? Ich habe heute mit der Post meine Kostenerstattungsvereinbarung von den Berliner Flughäfen erhalten. Bekomme ich jetzt ganz viel Geld überwiesen?“
„Nein, liebe Tante Ursel, mit diesem Schreiben kannst Du nun die Handwerker beauftragen, die genehmigten Schallschutzfenster und Lüfter bei Dir einzubauen“, musste ich sie etwas ausbremsen. „Das Geld bekommst Du nach dem Einbau überwiesen.“ Sie war beruhigt: „Wie schön, dann geht es endlich los und ich werde bald noch besser schlafen.“
Meine Tante Ursel ist eine von rund 7.000 Flughafennachbarn, die bislang ihre Kostenerstattungsvereinbarung bekommen haben. Insgesamt haben 42.000 Anwohner in 25.500 Wohneinheiten Anspruch auf Schallschutz. Knapp 12.400 vollständige Anträge liegen vor, wovon mit 11.500 bereits über 90 Prozent von den Berliner Flughäfen bearbeitet werden.