Ausflüge ins Reiseland Brandenburg
Dieses Dorf fällt doch erheblich aus dem Rahmen der üblichen Brandenburger Gemeinden. Es gibt gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten sowie viele Plätze zum Staunen, Spazierengehen, Lesen, Stöbern, Wundern und Genießen. Dabei verdankt das Dorf seine herausgehobene Stellung nur den genialen Schreibkünsten des bekanntesten märkischen Dichters. Theodor Fontane fasste die Legende vom Birnen spendenden Gutsherren und dem aus dessen Grab sprießendem Birnbaum so gekonnt in Versform, dass der Ortsname in vielen Teilen Deutschlands ein Begriff ist: Ribbeck.
Ganze Schülergenerationen gerieten angesichts der Länge des Gedichts vom „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ zwar mitunter leicht ins Schwitzen. Aber der Name prägte sich doch ein.
Heute wandelt der Besucher durch ein saniertes Schloss mit Museum, Restaurant, Salons und Trauzimmer. Nur einen Katzensprung entfernt strahlt die Kirche wieder im alten Glanz. Rührige Gemeindemitglieder bieten Kaffee und Kuchen an und erzählen dabei so manche spannende Geschichte über den ausgestellten Stumpf des 1911 in einem Sturm abgebrochenen originalen Birnbaums aus dem 18. Jahrhundert, auf dem Fontanes Gedicht beruht. Gleich dahinter gibt es einen Antiquitäten- und Kunsthandwerkerladen, der für seine überdimensionalen Birnentorten bereits weit und breit bekannt ist. Auch in der „Alten Schule“ kann man sich stärken, Fahrräder ausleihen oder einen Schulraum aus uralten Zeiten bewundern.
Theodor Fontane selbst soll übrigens trotz seiner ausgiebigen Wanderungen durch die Mark Brandenburg gar nicht selbst in Ribbeck gewesen sein. Er las um 1898 in zwei Büchern lediglich von der Birnbaum-Legende und verfasste sein berühmtes Gedicht.
Weitere Informationen unter www.ribbeck-havelland.de