Nachtflugregelung am BER

Seit Oktober 2011 ist die Nachtflugregelung für den Flughafen Berlin Brandenburg durch das Bundesverwaltungsgericht letztinstanzlich bestätigt. Damit besteht eine auf Ausgleich bedachte, bürgerfreundliche Regelung für die volkswirtschaftlich wichtigen Flüge in den Randzeiten. Die Flughafengesellschaft hält es für zielführend, etwa durch intelligente Bahnnutzungskonzepte, den Einsatz leiser Flugzeuge und moderner Anflugverfahren, die Lärmbelastung weiter zu senken. Für völlig verfehlt hält die Flughafengesellschaft jedoch jedwede Versuche, den bereits bestehenden Kompromiss bei den Flugzeiten durch restriktivere Regelungen zu ersetzen.

Die Nachtflugregelung am Flughafen Berlin Brandenburg:

  • Reguläre Linienflüge in der Kernnachtzeit von 0 bis 5 Uhr sind ausgeschlossen – im Gegensatz zur derzeit für Schönefeld bestehenden 24-h-Genehmigung.
  • Es wird durchschnittlich 77 Flugbewegungen in den Tagesrandzeiten von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr geben.
  • Für die Zeit zwischen 5 und 6 Uhr sowie zwischen 23 und 24 Uhr sind im Schnitt höchstens 31 Flugbewegungen erlaubt. Dadurch ist schon heute klar, dass das mittel- und langfristige Wachstum des Flughafens gedeckelt ist.
  • Von 23.30 bis 24 Uhr und von 5 bis 5.30 Uhr dürfen grundsätzlich keine planmäßigen Flüge stattfinden. Diese Zeiten stehen ausschließlich für Verspätungen bzw. Verfrühungen zur Verfügung.