Gebietseinteilung

Die Schallschutz- und Entschädigungsgebiete dehnen sich über rund 40 Kilometer von Ludwigsfelde im Westen bis nach Gosen im Osten aus. Die verschiedenen Konturen markieren das Nachtschutzgebiet, das Tagschutzgebiet und das Gebiet für die Außenwohnbereichsentschädigung.

Die Einteilung der Gebiete geht auf den Planfeststellungsbeschluss vom 13. August 2004 und den Planergänzungsbeschluss vom 20. Oktober 2009 zurück. Zudem hat sich die Flughafengesellschaft dazu entschlossen, die eigentlich erst ein Jahr nach Inbetriebnahme fällige Überprüfung der Anspruchsgebiete bereits im Juni 2016 vorzunehmen. Die Überprüfung ergab eine Erweiterung der Anspruchsgebiete im Bereich Dahlewitz und Jühnsdorf sowie Rotberg und Kiekebusch. Die Gesamtanzahl der Haushalte in den Schutz- und Entschädigungsgebieten steigt damit um 500 auf 26.000, die Größe der Anspruchsgebiete beträgt nun 155 Quadratkilometer.

Zusätzlich zur Lage eines Gebäudes wird auch der Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen dem Grunde nach geprüft. Dafür werden gegebenenfalls verschiedene Dokumente beim Eigentümer abgefragt.

Tagschutzgebiet

Das Tagschutzgebiet umfasst das Gebiet, das von der Grenzlinie eines für die Tagstunden der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegels von 60 dB(A) außen umschlossen wird. Im Tagschutzgebiet werden alle zum Wohnen und Arbeiten genutzten Räume (z.B. Wohnzimmer, Gästezimmer und Kinderzimmer) mit den erforderlichen Schallschutzvorrichtungen ausgestattet. Verschiedene Arbeitskarten geben die erwarteten Dauerschall- bzw. Maximalpegel an und zeigen auf, mit wie viel Dezibel in welchem Bereich des Flughafenumfeldes gerechnet wird.

Diese Karten beruhen auf den neuen Flugrouten und dem alten Flugzeugmix. Alle Anträge, die bis zum 30. September 2016 bei der FBB gestellt wurden, werden nach diesen Grundlagen bearbeitet.

Diese Karten beruhen auf den neuen Flugrouten und dem neuen Flugzeugmix. Alle Einträge, die seit dem 1. Oktober 2016 bei der FBB gestellt wurden, werden nach diesen Grundlagen bearbeitet.

Nachtschutzgebiet

Das Nachtschutzgebiet umfasst die Gebiete, die von der Grenzlinie eines für die Nachtstunden der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegels von 50 dB(A) außen oder von den Grenzlinien, die sechs Schallereignisse pro Nacht mit einem A-bewerteten Maximalpegel von 70 dB(A) außen für jeweils eine Nacht mit Flugbetrieb in Richtung Westen oder Osten entsprechen, umschlossen werden. Im Nachtschutzgebiet werden alle zum Schlafen genutzten Räume mit den erforderlichen Schallschutzvorrichtungen ausgestattet. Auch für das Nachtschutzgebiet geben verschiedene Arbeitskarten die Dauerschall- bzw. Maximalpegel an. 

Diese Karten beruhen auf den neuen Flugrouten und dem alten Flugzeugmix. Alle Anträge, die bis zum 30. September 2016 bei der FBB gestellt wurden, werden nach diesen Grundlagen bearbeitet.

Diese Karten beruhen auf den neuen Flugrouten und dem neuen Flugzeugmix. Alle Anträge, die seit dem 1. Oktober 2016 bei der FBB gestellt wurden, werden nach diesen Grundlagen bearbeitet.

Entschädigungsgebiet Außenwohnbereich

Die Grenzlinie für das Entschädigungsgebiet wird durch einen für die Tagstunden (6 bis 22 Uhr) der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegel von 62 dB(A) außen beschrieben. Zum Außenwohnbereich gehören zum dauerhaften Aufenthalt geeignete und genutzte Terrassen, Balkone und Hausgärten. Die Eigentümer haben in diesem Gebiet Anspruch auf eine pauschale Entschädigung.

Entschädigungsgebiet Übernahmeanspruch

Das Entschädigungsgebiet Übernahmeanspruch umfasst das Gebiet, das von der Grenzlinie eines für die Tagstunden ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegels von 70 dB(A) umschlossen wird. In diesem Gebiet haben die Eigentümer Anspruch auf Entschädigung in Höhe des Verkehrswertes gegen Übereignung des Grundstückes an die Flughafengesellschaft. Wird der Übernahmeanspruch von den Eigentümern nicht geltend gemacht, haben sie Anspruch auf Schallschutz.