Schutzziele

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH setzt im Rahmen des Schallschutzprogramms BER für die anspruchsberechtigten Antragssteller die notwendigen und baulich möglichen Schallschutzmaßnahmen um. Dabei gelten für das Tag- und Nachtschutzgebiet des BER unterschiedliche Schutzziele.

Schutzziel Tag

Innerhalb des Tagschutzgebiets muss für alle Wohnräume, Büroräume, Praxisräume und sonstige nicht nur vorübergehend zum Wohnen bzw. betrieblich genutzte Räume gewährleistet sein, dass bei geschlossenen Fenstern keine höheren A-bewerteten Maximalpegel als 55 dB(A) auftreten und zur Vermeidung von Störungen der Kommunikation ein energieäquivalenter Dauerschallpegel von 45 dB(A) nicht überschritten wird. Laut Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. April 2013 darf der Maximalpegel von 55 dB(A) an einem Durchschnittstag in den sechs verkehrsreichsten Monaten rechnerisch weniger als 0,005 Mal überschritten werden.

Schutzziel Nacht

Innerhalb des Nachtschutzgebietes werden Schallschutzmaßnahmen für Schlafräume, Kinderzimmer und Übernachtungsräume in Beherbergungsstätten durchgeführt. Für diese Räume muss sowohl ein maximaler Geräuschpegel von regelmäßig nicht mehr als 55 dB (A) als auch ein durchschnittlicher Geräuschpegel von 35 dB (A) sichergestellt werden. Um die Pegel bemessen zu können, werden die sechs verkehrsreichsten Monate als Grundlage herangezogen und auf eine Durchschnittsnacht berechnet. Der Maximalpegel darf in der Durchschnittsnacht der sechs verkehrsreichsten Monate nicht mehr als sechs Mal überschritten werden, der Dauerschallpegel darf bei maximal 35 dB(A) liegen. Zudem muss eine ausreichende Lüftung der Räume sichergestellt sein. Ist der gebotene Schallschutz nur dadurch zu bewirken, dass die Fenster der Räume geschlossen gehalten werden, ist für geeignete Belüftungseinrichtungen an diesen Räumen Sorge zu tragen.