Glossar zum Thema Schallschutz

In unserem Glossar haben wir für Sie die Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen rund um das Thema Schallschutz zusammengestellt.

Schall

Als Schall werden mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums bezeichnet. Je nach Medium, in dem sich der Schall ausbreitet, unterscheidet man zwischen Luftschall, Körperschall und Flüssigkeitsschall. Vom menschlichen Ohr wird nur Schall, der durch Schwingungen bzw. Druckschwankungen der Luft entsteht, wahrgenommen. Der Hörbereich, in dem Schall wahrgenommen wird, beginnt bei etwa 16 Hz und endet etwa bei 20.000 Hz.  

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Schallschutzmaßnahmen

Im Schallschutzprogramm BER übliche Schallschutzmaßnahmen sind Schallschutzfenster, Schalldämmlüfter und Schalldämmung an Wänden oder Dächern. Die Maßnahmen können je nach Lage und Zustand eines Gebäudes sehr unterschiedlich sein und werden daher individuell ermittelt. Das Ergebnis erhält der Eigentümer in einer individuellen Anspruchsermittlung (ASE).

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Schallschutzprogramm BER

Zur Umsetzung der Lärmschutz-Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss wurde von der FBB ein umfangreiches Schallschutzprogramm aufgelegt. Für mehrere tausend Haushalte werden die erforderlichen Schallschutzmaßnahmen durch von der FBB beauftragte Ingenieurbüros ermittelt. Die Eigentümer werden über die erforderlichen Schallschutzmaßnahmen und deren Kosten in individuellen Anspruchsermittlungen (ASE) informiert. Nach Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen werden den Eigentümern die Kosten für die Schallschutzmaßnahmen auf Nachweis durch die FBB erstattet.

Innerhalb des Entschädigungsgebietes Außenwohnbereich erhalten die Eigentümer zudem eine pauschale Entschädigung für vorhandene Außenwohnbereiche.  

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Schutzgebiete

Für den Schallschutz, die Entschädigung und den Übernahmeanspruch gibt es vier verschiedene Gebiete. Die Festlegung der Schutzgebiete erfolgte auf Grundlage von Lärmkonturen (Isolinien). Den Berechnungen der Lärmkonturen liegt ein Flugmodellplan für 360.000 Flugbewegungen pro Jahr zugrunde. Die Anzahl an Flugbewegungen stellt eine Maximalauslastung dar, die erst nach der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg erreicht wird. Darüber hinaus wurden bestimmte Flugrouten, Flugzeugtypen, die Flughöhe, die Fluggeschwindigkeit und die Triebwerksleistung berücksichtigt. Da der Flugbetrieb zeitlich und auch jahreszeitlich schwankt, wurde den Berechnungen der Lärmkonturen die sechs verkehrsreichsten Monate des Jahres zugrunde gelegt.

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Schutzziel Nacht

Für Schlafräume einschließlich der Übernachtungsräume in Beherbergungsstätten innerhalb des Nachtschutzgebietes muss gewährleistet sein, dass durch An- und Abflüge am Flughafen im Rauminnern bei geschlossenen Fenstern und ausreichender Belüftung in der Durchschnittsnacht der sechs verkehrsreichsten Monate nicht mehr als sechs A-bewertete Maximalpegel über 55 dB(A) auftreten und ein für die Nachtstunden der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelter energieäquivalenter Dauerschallpegel von 35 dB(A) nicht überschritten wird. Ist der gebotene Schallschutz nur dadurch zu bewirken, dass die Fenster der Räume geschlossen gehalten werden, ist für geeignete Belüftungseinrichtungen an diesen Räumen Sorge zu tragen. Die Anforderungen zum baulichen Schallschutz bestimmen sich nach dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm und der hierzu ergangenen Fluglärm-Schallschutzmaßnahmenverordnung.  

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Schutzziel Tag

In allen Wohnräumen, Büroräumen, Praxisräumen und sonstigen nicht nur vorübergehend betrieblich genutzten Räumen innerhalb des Tagschutzgebietes muss gewährleistet sein, dass in den sechs verkehrsreichsten Monaten bei geschlossenen Fenstern ein Maximalpegel von 55 dB(A) weniger als ein Mal überschritten wird. Diese Beschränkung entspricht rechnerisch weniger als 0,005 Überschreitungen pro Tag. Zudem muss sichergestellt sein, dass ein energieäquivalenter Dauerschallpegel von 45 dB(A) nicht überschritten wird.

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