BER-Masterplan auf dem richtigen Weg: Verständigung mit den Baufirmen beim BER-Rahmenterminplan erzielt

15.09.2017

Der Aufsichtsrat hat heute zugestimmt, das von der Flughafengesellschaft bei der Masterplanung BER präferierte Szenario Midfield weiter zu verfolgen. Weitere Themen waren die Einigung mit dem Bund über den Bau des Regierungsflughafens sowie der Stand bei den BER-Bauarbeiten.

BER-Bauarbeiten

Die Flughafengesellschaft hat Ende August einen mit den Firmen abgestimmten Terminplan zur Baufertigstellung festgelegt. Aktuell wird der Prozess bezüglich der anschließend anstehenden Wirk- und Prinzipprüfungen sowie Verbundtests koordiniert, um die Begleitung durch die übergeordneten Sachverständigen sicher zu stellen, sowie die Nutzungsfreigabe für das Fluggastterminal durch die Untere Bauaufsichtsbehörde abgestimmt. Außerdem geht es auch um die kontinuierliche Leistungserbringung und die Beherrschung der noch im Projekt verbliebenden Risiken.

Staatssekretär Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats: Der Masterplan zeigt auf, wie der BER bedarfsgerecht erweitert werden kann. Hier sind wir weiter auf dem richtigen Weg. Wichtig für die Übergangszeit ist, dass beim Regierungsflughafen mit dem Bund eine Lösung gefunden werden konnte, die es erlaubt, weiterhin 10 Millionen Passagiere in Schönefeld abzufertigen. Im Hinblick auf das Baugeschehen bis zur Eröffnung, ist es von erheblicher Bedeutung, dass die Geschäftsführung einen verbindlichen Terminplan zur Baufertigstellung mit den Firmen verabredet hat.“

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir haben es geschafft, die verschiedenen Einzelprojekte im Unternehmen auf ein gemeinsames langfristiges Ziel der Fertigstellung des BER auszurichten. Die technische Einigung mit den Firmen ist ein sehr wichtiger Schritt dahin. Gleichzeitig müssen wir in die Zukunft schauen. Ausbauprogramm, Bau des Regierungsflughafens und Masterplanung werden intelligent verzahnt. Die Grundidee des Masterplans steht auf vier Säulen: einfach, flexibel, zentral und vernetzt. Damit liegt erstmals ein abgestimmter Plan in einer neuen Qualität für die Fertigstellung und Erweiterung des BER vor.“

Midfield erfüllt Anforderung am besten

Die Flughafengesellschaft hat in den letzten drei Monaten die verschiedenen Szenarien des Masterplans bewertet. Im Ergebnis der intensiven Betrachtung und Abwägung der Szenarien hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass der Ausbau des Midfields weiterverfolgt wird, da hier die benötigten Kapazitäten schneller und günstiger als im Norden oder Westen bereitgestellt werden können. Durch eine Verlängerung der beiden Piers Süd und Nord sowie ein zweites Terminal kann der BER für bis zu 55 Millionen Passagiere im Jahr 2040 ausgebaut werden. Das bereits beschlossene Ausbauprogramm BER mit der Ertüchtigung von Schönefeld Nord, dem Ausbau der medialen Infrastruktur und den Flugbetriebsflächen sowie dem Neubau des Terminal T1-E werden in die Masterplanung integriert.

Auch die Einigung mit dem Bund zum Bau des Regierungsflughafens trägt dazu bei, den BER, wie in der Masterplanung vorgesehen, schrittweise im Midfield ausbauen zu können. Durch die Nutzung eines 25 Meter breiten Streifens der Bundesfläche können am Flughafen Schönefeld auch nach Übergabe des Baufeldes an den Bund Ende 2021 bis zum Jahresende 2025 bis rund 10 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden.

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