Biometrische Gesichtserkennung an Berliner Flughäfen

29.01.2003
Seit Anfang des Jahres befindet sich auf dem Flughafen Berlin-Tegel (im Bereich der Zugangskontrollstelle Westlicher Rand) eine Anlage zur Biometrischen Gesichtserkennung im Testbetrieb.

Mit der Einführung des neuen Gesichtsscanners der Bochumer Firma ZN wird eine sichere und zugleich effiziente Identitätsüberwachung des Flughafenpersonals gewährleistet. Das Verifikationssytem ZN-Face stellt sicher, dass alle zutrittsbeschränkten, sensitiven Bereiche nur durch befugte Mitarbeiter betreten werden können. Jede Person, die Zugang ersucht, muss vorher vom System gespeichert worden sein. Nur autorisierten Mitarbeitern, deren Gesicht erkannt wird und mit dem Flughafensicherheitsausweis übereinstimmt, wird nach vollzogener Verifizierung automatisch der Zugang gewährt, allen anderen bleibt dieser verwehrt.

ZN-Face benötigt keine weiteren persönlichen Daten der Benutzer und erfüllt so alle wichtige Auflagen des Datenschutzes. Zum Einpflegen ins System genügt das vorliegende Foto des Zugangsausweises bzw. ein einmaliges Einlesen der Person per Kamera. Das Bild wird an einen Rechner übertragen, welcher die Vektoren speichert. 1700 Biometriepunkte des Gesichts einer jeden Person werden fortan bei jedem Kontakt innerhalb von nur ca. 2 Sekunden verglichen. Diese Referenzpunkte im Gesicht eines Menschen sind unveränderbar und robust gegen Tarnung. Täuschungsversuche (z.B. durch Veränderung des Aussehens) sind somit ausgeschlossen. In Verbindung mit dem bisherigen Mitarbeiterausweis kann nun doppelte Sicherheit bezüglich der Personenidentifikation geboten werden.

Die Gesichtserkennung bietet einen weiteren Vorteil: ZN-Face arbeitet völlig selbständig und ermöglicht einen hohen Personendurchsatz. Der gesamte Erkennungsvorgang erfolgt binnen weniger Sekunden und erfordert nur minimalen Nutzeraufwand. Die Erkennung erfolgt lediglich durch richtige Positionierung vor der Kamera, es finden keine Berührungen oder sonstige körperliche Beeinflussungen statt. So werden die Mitarbeiter in ihren gewöhnlichen Arbeitsabläufen nicht beeinträchtigt, was bei den Nutzern stark zur Akzeptanz beiträgt.

Nach abgeschlossenem Testbetrieb ist es vorgesehen, neben einer weiteren Anlage am Zugang des General Aviation Terminals in Tegel auch ein Gerät am Flughafen Berlin-Schönefeld im Terminalbereich zu installieren.

Mit diesem System, das neue Standards setzt, wird ein weiterer Schritt zur Optimierung der Flughafensicherheit an den Berliner Flughäfen realisiert.

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