Jobmaschine Berliner Flughäfen

26.02.2003
Verlässlicher Arbeitgeber und wichtiger Wirtschaftsmotor: 12.935 Menschen arbeiten auf den Berliner Airports. Vor allem der Lufthansa-Konzern hat sein Hauptstadt-Engagement kräftig ausgebaut.

Die Zahl der Arbeitsplätze auf den Berliner Flughäfen ist mit 12.935 Beschäftigten gegenüber 12.964 im Jahr 2001 auf hohem Niveau stabil. Neue Arbeitsplätze sind vor allem bei Lufthansa, Sicherheitsdiensten, Wartungs- und Handlingunternehmen entstanden. Viele Airlines hingegen lagerten Dienstleistungen aus. Hier sanken die Arbeitsplatzzahlen. Deutlich angestiegen gegenüber 2001 ist die Zahl der Arbeitsstätten: von 286 auf 316. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Arbeitsstättenerhebung der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (Stichtag 01.01.2003). "Unsere Erhebung zeigt, dass die Berliner Flughäfen auch bei verhaltener wirtschaftlicher Lage ein verlässlicher Arbeitgeber und wichtiger Wirtschaftsmotor für unsere Region sind", sagte Dieter Johannsen-Roth, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, bei der Vorstellung der Zahlen auf dem Flughafen Tegel.

Mit detaillierten Arbeitsstättenerhebungen erfassen die Berliner Flughäfen regelmäßig sämtliche direkten, vom Berliner Luftverkehr abhängigen Arbeitsplätze. Eingeschlossen sind Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte sowie Auszubildende. Kaum eine Arbeitsstätte verändert sich so dynamisch wie die Flughäfen - hier die wichtigsten Tendenzen der Erhebung:

  • Der Großteil der neuen Arbeitsplätze ist durch das stärkere Engagement des Lufthansa-Konzerns in der Hauptstadtregion entstanden. Gegenüber der letzten Erhebung 2001 stieg die Zahl der luftverkehrsbedingten Lufthansa-Arbeitsplätze in der Hauptstadtregion von 2.100 auf 2.664. Vor allem der Standort Schönefeld profitiert durch neue Jobs im Callcenter, bei den Werften Lufthansa Technik und Lufthansa Bombardier Aviation Services sowie bei den Airlines Condor und Condor Berlin, die seit kurzem gemeinsam unter dem Label Thomas Cook firmieren.
  • Erwartungsgemäß ist angesichts schärferer Sicherheitskontrollen an den Flughäfen auch der Personalbedarf bei den Sicherheitsdiensten gestiegen. Arbeiteten 2001 noch 472 Mitarbeiter bei den fünf Sicherheitsdiensten auf den Berliner Flughäfen, sind es in der aktuellen Arbeitsstättenerhebung bereits 628 (+ 33,1 Prozent).
  • Deutlich ist der Rationalisierungsdruck bei den Airlines erkennbar. Die Gesamtzahl an Airline-Arbeitsplätzen sank gegenüber 3.508 Beschäftigten im Jahr 2001 auf 2.806 (- 20 Prozent). Doch diese Arbeitsplätze gehen nicht einfach verloren. Sie werden ausgelagert, hauptsächlich zu Unternehmen aus dem Bereich Handling/Wartung/Technik/ Representation. Hier stieg die Zahl der Arbeitsplätze im Vergleichszeitraum von 2.532 auf 2.901 (= + 14,6 Prozent).
  • Bei Behörden und staatlichen Stellen geht der moderate Trend zur Verschlankung der Strukturen und damit zum Arbeitsplatzabbau wie in den Vorjahren weiter (von 1.801 auf 1.783). Auch bei der Flughafenholding BBF sind die Arbeitsplatz-zahlen leicht um 18 auf 1.660 Stellen gesunken.
  • Größter Berliner Flughafen ist und bleibt Tegel. Hier arbeiten mit 6.472 Personen 50 Prozent aller Flughafenbeschäftigten. Gegenüber 2001 ist die Zahl der Jobs in Tegel um 184 gefallen. Zugelegt hat hingegen der Flughafen Schönefeld: Hier arbeiten laut der aktuellen Erhebung 4.284 Personen (gegenüber 4.046 im Jahr 2001).
  • Gestiegen ist auf den Berliner Flughäfen die Zahl der Vollzeitbeschäftigten (von 11.217 auf 11.297), wohingegen die Zahl der Teilzeitstellen rückläufig ist (2001: 1.458, 2003: 1.350). Die Zahl der Azubis blieb mit 288 gegenüber 289 im Jahr 2001 konstant.

Neben der Rolle als direkte Arbeitgeber erfüllen die Berliner Flughäfen eine weitere Schlüsselfunktion für den Arbeitsmarkt der Region Berlin-Brandenburg: Da sie Dienstleistungen und Produkte von außen nachfragen, entstehen in der Region indirekte Arbeitsplätze unter anderem bei Groß- und Einzelhandelsunternehmen, Dienstleistern wie Unternehmensberatungen, Versicherungen, Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche, bei Reisebüros, Reiseveranstaltern, Zulieferfirmen sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) geht davon aus, dass jeder direkte Flughafenarbeitsplatz im Schnitt 2,5 weitere (sogenannte indirekte, induzierte und katalysierte) Arbeitsplätze in der Region schafft. Das heißt, dass die 12.935 direkten Flughafenarbeitsplätze rund 32.500 zusätzliche Jobs in der Region schaffen. In der volkswirtschaftlichen Gesamtschau kann man daher den Gesamtbeschäftigungseffekt der drei Berliner Flughäfen auf über 45.000 Arbeitsplätze beziffern.

Bis 2010 ist angesichts der zu erwartenden Steigerung des Verkehrsaufkommens mit rund 20.000 direkten Flughafenarbeitsplätzen in der Region Berlin-Brandenburg zu rechnen. Der prognostizierte Gesamtbeschäftigungseffekt liegt für 2010 bei rund 70.000. Damit nicht genug: Gelingt es nach der Konzentration des Berliner Luftverkehrs auf dem BBI in Schönefeld viele Umsteigepassagiere anzuziehen, wird die Region in noch weit stärkerem Maße durch indirekte Arbeitsplatzeffekte vom Flughafenbetrieb profitieren.

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