Jahresabschluss 2002

07.04.2003

Entwicklung des Passagieraufkommens in 2002

Berlin nimmt den vierten Platz bei den Passa-gierzahlen unter den 16 internationalen Verkehrs-flughäfen Deutschlands ein.

Die Flughäfen Schönefeld, Tegel und Tempelhof haben 2002 insgesamt rund 12,2 Millionen Fluggäste abgefertigt. Dies ist ein Rückgang in der Passagierentwicklung im Vergleich zum Vor-jahr um 3,3 Prozent. Der Airport Tegel bleibt wei-terhin der verkehrsreichste Flughafen der Bun-deshauptstadt. In Tegel konnten insgesamt 9,879.888 Millionen Passagiere befördert werden - ein leichter Rückgang um 0,3 Prozent - gefolgt von Schönefeld mit 1,688.028 Millionen - ein Minus von 11,9 Prozent - und Tempelhof mit 612.867 Fluggästen. Hier betrug der Abwärts-trend 20,9 Prozent.

Wirtschaftliche Entwicklung in 2002

Das Geschäftsjahr 2002 war für die Berliner Flughäfen – bedingt durch die anhaltende Konjunkturflaute und das schlechte Kon-sumklima in Deutschland - insgesamt kein einfaches Jahr, dennoch wurde mit 16,7 Mio. € das bisher höchste Betriebsergebnis in der Geschichte der BBF erzielt.

Trotz rückläufiger Verkehrszahlen konnten die Umsatzerlöse um ca. 4 Mio. € auf rund 174 Mio. € erhöht werden. Dieses Ergebnis entspricht ei-nem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent.

Die Aviation-Umsatzerlöse erhöhten sich auf-grund der neuen Entgeltordnung vom 1. April 2002 von 98,9 Mio. € um 3 Prozent auf rund 102 Mio. €.

Im Non-Avation-Bereich wurde ein Umsatz-wachstum – trotz eines wirtschaftlich schwieri-gen Umfeldes - von 3 Prozent erreicht. Dieses positive Ergebnis wurde u.a. dadurch möglich, dass zusätzliche Konzessionseinnahmen reali-siert werden konnten. Die Umsatzerlöse sind um 1,8 Mio. € auf rund 70 Mio. € gestiegen.

Das Geschäftsjahr 2002 konnte mit einem Be-triebsergebnis von 16,7 Mio. € abgeschlossen werden. Damit wurde zum sechsten Mal in Folge ein positives Ergebnis erzielt. Es ist das bisher höchste in der Geschichte der BBF. Dieses deut-lich verbesserte Ergebnis (2001: 7 Mio. €) ist auf die Reduzierung der Betriebsaufwendungen um 4,1 Mio. € bei einem Anstieg der Gesamtleistung um 5,5 Mio. € zurückzuführen.

Das Konzernergebnis weist ein Minus von 11,5 Mio. € aus und liegt damit um 11,7 Mio. € unter Vorjahr. Sonderbelastungen in einer Höhe von rund 32 Mio. € haben zu diesem negativen Er-gebnis geführt.

Zu den Sonderaufwendungen gehören u.a.: - 17 Mio. € Immobilienabwertung Baufeld Ost - 2,2 Mio. € Ausbuchung einer Schadens-ersatzforderung - 4,6 Mio. € Maßnahmen zur Altersteilzeit - 7,0 Mio. € Außerordentliche Abschrei-bungen Tegel, Tempelhof, Schönefeld im Hinblick auf den Eröffnungszeitpunkt BBI - 1,0 Mio. € Außerplanmäßige Abschrei-bungen von Planungsleistungen.

Ohne Sonderaufwendungen hätte das Konzern-Gesamtergebnis 20 Mio. € betragen.

Beschäftigtenzahl und Personalaufwand 2002

Am 31. Dezember 2002 waren insgesamt 1.568 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BBF-Konzern beschäftigt. Das ist ein Rückgang um 15 Be-schäftigte gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand ging im Berichtsjahr um 0,3 Mio. € auf 76,3 Mio. € zurück. Hier spiegelt sich die Entwicklung der Beschäftigtenzahl wi-der. Die Mitarbeiterproduktivität (Umsatz pro Mitarbei-ter) entwickelte sich hingegen positiv. Im Ver-gleich zum Vorjahr ist sie um 3,5 Prozent gestie-gen. Am 31. Dezember 2002 befanden sich 92 Aus-zubildende in der Berufsausbildung.

Investitionstätigkeit 2002

Rund 36,4 Mio. € wurden im zurückliegenden Jahr in den Luftverkehrsstandort Berlin-Brandenburg investiert. Wie in den vorangegan-genen Jahren lag der Schwerpunkt der Investiti-onstätigkeit im Bereich des Projektes BBI. Für die Durchführung des Planfeststellungsverfah-rens, den Flächenerwerb und die Sicherung von Flächen sowie Maßnahmen zur Umsiedlung von Diepensee und Teilen von Selchow wurden rund 17,5 Mio. € in 2002 in Anspruch genommen.

Weitere Mittel flossen in die Flughäfen Tegel und Schönefeld, um das dortige Angebot und den Service weiter zu verbessern.

Ausblick 2003

Das Jahr 2003 verlief bisher vielversprechend. So nahm das Passagieraufkommen der ersten drei Monate um rund 13 Prozent zu. Diese hohe Stei-gerungsrate resultiert aus dem Aufholen der Ver-kehrsrückgänge nach den Terroranschlägen vom 11.September 2001 sowie dem Wachstum bei jenen Airlines, die im Niedrigpreissegment seit Ende vergangenen Jahres verstärkt auf dem Ber-lin-Brandenburger Luftverkehrsmarkt operieren. Es besteht ein zunehmendes Interesse der Low Cost Carrier, neue Kundenpotentiale in Berlin und Brandenburg sowie in Westpolen zu er-schließen.

Welche konkreten Auswirkungen der Krieg im Irak auf die Passagierentwicklung haben wird, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur schwer einschätzen. Entscheidend wird die Dau-er des Krieges sein. Nach aktuellem Stand ist weder der Deutschland- noch der Europa-Verkehr in Berlin von den Kriegsereignissen be-troffen. Auf ausgewählten Strecken sind sogar Steigerungen – bedingt durch die Low Cost Car-rier – im Passagieraufkommen zu verzeichnen. Es ist davon auszugehen, dass der Ferienflug-verkehr von den Auswirkungen des Krieges tan-giert wird , da nicht alle Umbuchungen durch Spanien und andere, nicht gefährdete Urlaubs-länder, kompensiert werden können.

Die für 2003 geplanten Umsatzerlöse aus dem Luftverkehr werden auf insgesamt 104 Mio. € veranschlagt. Im Non-Aviation-Bereich werden Umsatzerlöse in Höhe von 73,6 Mio. € erwartet und sollen damit um insgesamt rund 5 Prozent steigen.

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