Ein Jahr Low-Cost-Verkehr in Berlin-SXF: Vom Dornröschen zum Senkrechtstarter

22.10.2004
„Der Senkrechtstarter Low-Cost-Verkehr in Schönefeld hat den Flughafen zu einer Erfolgsgeschichte gemacht und der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg touristisch und wirtschaftlich neuen Schub verliehen,“ dies sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, Dieter Johannsen-Roth, anlässlich der Präsentation der Ergebnisse nach einem Jahr Low-Cost-Verkehr auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Auch der Low-Cost-Verkehr in Tegel entwickelt sich äußerst positiv.

Mit der Aufnahme des Flugverkehrs durch die Gesellschaften Germanwings, Volare, Aer Lingus und auch EasyJet hat sich die Anzahl der Passagiere in Schönefeld von 1,7 im Jahr 2003 auf schätzungsweise 3.5 Millionen in diesem Jahr verdoppelt. Laut Johannsen-Roth wird sich das Wachstum auch im Jahr 2005 fortsetzen.

„Wir sind beim Low-Cost-Verkehr erst am Anfang einer nachhaltigen Entwicklung, die sich kontinuierlich fortsetzen wird. „Wir haben 2003 den Markt und die Bedürfnisse der Low-Cost-Airlines analysiert. Diese beziehen sich nicht nur auf günstige Gebühren, sondern vor allen Dingen auf optimale operationelle Bedingungen, die wir ihnen mit dem zunächst unausgelasteten Flughafen Schönefeld bieten konnten und können.“ Aus den Erfahrungen mit den Low-Cost-Anbietern, so Johannsen-Roth, wurde für Schönefeld eine neue und marktgerechte Gebührenordnung entworfen, mit den Airlines abgestimmt und von den Behörden genehmigt. Beides, die Operationsbedingungen und die Gebührenordnung, sind die Grundlage für den Erfolg , der Schönefeld zum am schnellsten wachsenden Airport Deutschlands gemacht haben. Dar-an werde auch das aktuelle Urteil des Landgerichts Potsdam zu einer Klage der Air Berlin nichts ändern, so Johannsen-Roth.

Unabhängig davon steht die Flughafen Gesellschaft nach 13- monatigen Verhandlungen mit ihren Partnerairlines vor der Einigung über eine neue Gebührenordnung für den Flughafen Tegel. Hierbei sollen wesentliche Elemente der erfolgreichen Gebührenordnung aus Schönefeld übernommen werden, die gleichzeitig geringfügig angepasst wird.

Für den Winterflugplan kündigte Johannsen- Roth eine weitere Ausweitung an. So wird Air Berlin von Tegel aus neu Madrid und Manchester Nonstop ansteuern, Hapag Lloyd Express legt Salzburg, Stuttgart, Pisa, Venedig und Olbia auf und erhöht die Frequenzen zu allen anderen Zielen. Von Schönefeld aus fliegt Germanwings nun öfter nach Stuttgart und Köln. EasyJet hat weitere sieben neue Destinationen: Bratislava, Genf, Krakau, Ljubljana, Madrid, Riga und Tallinn neu im Programm.

Die Erfolgsgeschichte für die Berliner Flughäfen geht weiter. Dank Low Cost und Cityshuttle war Berlin noch nie so gut mit der Welt und Europa verbunden wie heute, so der Flughafenchef.

Insgesamt rechnet der Flughafenchef in diesem Jahr mit 15,37 Millionen Passagieren. Im Jahre 2005 sollen es jetzt sogar 17,39 Millionen Passa-giere werden.

Beide Zahlen liegen weit über den ursprünglichen Prognosen.

Neue Arbeitsplätze durch Low-Cost Verkehr - Wertschöpfung SXF

In Berlin Schönefeld beträgt der Gesamtbeschäftigungseffekt allein durch Low Cost: über 2.000 neue Jobs. In Berlin-Schönefeld sind 750 direkte Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Allein easyJet hat mehr als 250 vorwiegend junge Leute aus Berlin und Brandenburg eingestellt. Weitere Arbeitsplätze sind am Flughafen, bei der Abfertigungsgesellschaft GSI, in der Gastronomie, Hotellerie, bei Sicherheitsunternehmen sowie flughafennahen Serviceunternehmen entstanden Die zusätzliche Wertschöpfung für Berlin und die Region allein durch die positive Entwicklung in SXF bezifferte Johannsen- Roth auf 170 Mill. €, allein in diesem Jahr . Die Vorstellung einer Studie hierzu kündigte der Flughafenchef für Anfang nächsten Jahres an.

Mit rund 13.000 Arbeitsplätzen sind die Berliner Flughäfen einer der größten Arbeitsstätten in der Region Berlin-Brandenburg; allein am Flughafen Schönefeld sind über 5000 Menschen beschäftigt.

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