Vierte Pressekonferenz der Wachstumsinitiative „Berlin 2004-2014“

22.11.2005
Nach Überzeugung aller Beteiligten vermag kaum ein anderes Projekt die von der Wachstumsinitiative definierten Chancen Internationalität, Innovationsfähigkeit, Ost-West-Metropole, Tourismus und junge Hauptstadt so gut miteinander zu verbinden wie der BBI.

Das, so sind sich Wirtschaft und Senat einig, hat inzwischen auch die künftige Bundesregierung erkannt, denn der Bau des BBI sowie seine Anbindung an das Schienen- und Straßennetz wurden als Vorhaben von bundespolitischer Bedeutung in den Koalitionsvertrag aufgenommen.

UVB-Präsident Gerd v. Brandenstein sagte dazu: „Es hat sich offensichtlich herumgesprochen in Deutschland, dass die Hauptstadt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt eine leistungsfähige internationale Luftverkehrsanbindung braucht. Denn wie sonst sollen Unternehmen von Berlin aus ihre Geschäftskontakte mit Mittel- und Osteuropa, den USA oder China pflegen? Hier wird ganz deutlich: Die Wirtschaft und damit auch Arbeitsplätze, die wir so dringend benötigen, folgen immer der Infrastruktur.

Dies gilt auch für die bereits heute durchaus vorzeigbare Luft- und Raumfahrtbranche unserer Region. Auch für sie ist der Bau des BBI entscheidend für die zukünftige Entwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche betrug in der Region zuletzt rund eine Mrd. Euro. Vom Gesamtexport Berlin-Brandenburgs wurden bis zu 20 % durch die Luftfahrt realisiert. Insgesamt beschäftigt die Branche ca.16.000 Menschen, darunter 2.700 im verarbeitenden Gewerbe. Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg besitzt somit das Potenzial, mit dem BBI als Mittelpunkt zum dritten bedeutenden Luft- und Raumfahrtstandort in Deutschland aufzusteigen. Und diese Chance müssen wir nutzen!“

Auch Berlins Bürgermeister und Wirtschaftssenator Harald Wolf hob die wirtschaftspolitische Bedeutung des BBI hervor: „Berlin-Brandenburg International ist das wichtigste Infrastrukturprojekt der Region in den kommenden Jahren. Die Konzentration des bisher auf drei Flughäfen aufgeteilten Luftverkehrs auf künftig nur noch einen wird die Umwelt entlasten, rund 40.000 neue Arbeitsplätze ermöglichen und die Hauptstadtregion besser an den internationalen Luftverkehr anbinden. Das wird auch über die Grenze zu Polen hinweg auf die gesamte Oderregion ausstrahlen. Der neue Flughafen liegt näher an Asien als andere europäische Fughäfen. Das ist ein zusätzlicher, wichtiger Standortvorteil für die Hauptstadtregion im globalen Wettbewerb.“

Ganz aktuell befinden sich die Berliner Flughäfen im nationalen Vergleich mit voraussichtlich über 17 Millionen Passagieren in diesem Jahr auf dem dritten Platz nach Frankfurt und München – eine gute Position, meint auch IHK-Präsident Eric Schweitzer: „Der Ausbau des Luftverkehrs bedeutet für Berlin wirtschaftliches Wachstum und eine neue Qualität des Luftverkehrs. Mit BBI wird es neue Verbindungen geben, die mit dem jetzigen Flughafensystem nicht realisierbar sind. Der Berlin-Flugverkehr beschränkt sich heute fast gänzlich auf Ziele in Deutschland und Europa. Zudem ist das Umsteigen auf den Airports Tegel, Schönefeld und Tempelhof nur mit großen Schwierigkeiten möglich. Der so genannte Umsteigeranteil beträgt in Berlin daher weniger als 2 Prozent.

Ich bin davon überzeugt, das BBI das Umsteigen bequem macht und so auch interkontinentale Flugverbindungen ermöglicht. Dichte Deutschland- und Europaverbindungen sowie Nonstop-Langstreckenverbindungen zu wichtigen außereuropäischen Destinationen sollten für BBI das Ziel sein. Mit diesem Angebot kann Berlin im Standortwettbewerb mit anderen europäischen Metropolen weiter aufschließen und für Zentralen international aufgestellter Unternehmen interessant werden. Mit diesen Fernlinien eröffnen sich sowohl für den Berlin-Tourismus als auch den Bereich Tagungen, Kongresse und Messen neue Potenziale.“

Die regionale Wirtschaft setzt indes große Hoffnung in die bevorstehende Auftragsvergabe. Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin, verband diese Hoffnung mit einem nachdrücklichen Appell an die Auftraggeber: „Der geplante Großflughafen ist eine der letzten bedeutenden Infrastrukturinvestitionen in der Region. Es muss gelingen, eine Investitionssumme diesen Umfangs auch für den regionalen Mittelstand auftrags- und beschäftigungswirksam werden zu lassen. Diese Chance für eine nachhaltige Belebung des Arbeitsmarktes darf nicht ungenutzt bleiben!"

Abschließend bewerte Flughafen-Chef Dieter Johannsen-Roth – auch vor dem Hintergrund der kommenden Gerichtsentscheidung – die derzeitige Gesamtlage. Wörtlich sagt er: „Der BBI ist auf gutem Weg: Die Passagierzahlen steigen weiter, die Ausrichtung unseres Unternehmens auf BBI geht voran, alle Generalplaner sind an Bord. Auch die gerichtliche Auseinandersetzung biegt auf die Zielgerade. Alle relevanten juristischen Fragestellungen, auch die landesplanerischen, sind beim Bundesverwaltungsgericht gebündelt, das nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2006 für juristische Klarheit sorgen wird. Wir haben sämtliche Bauvorbereitungen und Planungen so ausgerichtet, dass wir nach einer positiven Gerichtsentscheidung 2006 mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen können. Geplanter BBI-Eröffnungstermin ist der Beginn des Winterflugplans 2011.“

Ansprechpartner
Pressesprecher Lars Wagner

Lars Wagner Leiter Pressestelle / Pressesprecher
Flughafen Berlin Brandenburg

+49 30 6091-70100 +49 30 6091-70070

  • Adresse
    Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
    Unternehmenskommunikation
    12521 Berlin
    Routenplaner
Ansprechpartner
Daniel Tolksdorf

Daniel Tolksdorf Pressesprecher
Flughafen Berlin Brandenburg

+49 30 6091-70100 +49 30 6091-70070

  • Adresse
    Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
    Unternehmenskommunikation
    12521 Berlin
    Routenplaner