Tempelhof-Schließung

12.01.2007
Premiumlage für Business-Aviation in Schönefeld / Minus 45,6 % in Tempelhof im Dezember 2006
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Berliner Flughäfen haben wie berichtet den vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg vorgeschlagenen Vergleich zur Tempelhof-Schließung einseitig akzeptiert. Einige Kläger hatten zuvor den Vergleich abgelehnt. Der hierauf geänderte Bescheid sieht die Schließung des Flughafens Tempelhof zum 31. Oktober 2008 vor. Die Berliner Flughäfen stellen den Linienfluggesellschaften – wie im Bescheid verfügt - zur Wahl, ob sie ihren Flugverkehr nach Schönefeld oder Tegel verlegen wollen. Die entsprechenden Kapazitäten werden hierfür geschaffen. Für die Business Aviation schaffen die Berliner Flughäfen Ersatzkapazitäten im Südteil des Flughafens Schönefeld. Hierzu wird das bestehende GAT erweitert und ein zusätzlicher Hangar errichtet.

„Premiumlage für Business Aviation auf dem BBI“

Flughafen-Chef Dr. Rainer Schwarz: „Wir schaffen mit der GAT-Erweiterung im Südteil des Flughafens Schönefeld eine erstklassige und zukunftsfähige Lösung für die General Aviation in der deutschen Hauptstadt. Die Business Aviation erhält mit dieser Lösung eine Premiumlage auf dem BBI mit hervorragender Verkehrsanbindung an Berlin und ins Umland. Die zwischenzeitlich erwogene Nordvariante in Schönefeld wäre nur eine Zwischenlösung bis zur BBI-Eröffnung gewesen. Von einer Diskriminierung der Business Aviation bei einem Umzug nach Schönefeld kann überhaupt keine Rede sein.“

Minus 45,6 Prozent bei den Passagierzahlen im Dezember 2006

Der Markt hat sich unterdessen längst gegen Tempelhof entschieden. Große Carrier wie Lufthansa und Air Berlin haben dem Flughafen längst den Rücken gekehrt. Die dba hat mit Beginn des Winterflugplans 2006/2007 alle Flüge von Tempelhof nach Tegel verlegt. Die Verkehrszahlen sind im Dezember 2006 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahrs um 45,6 Prozent gesunken und lagen nur noch bei 27.000 Passagieren. Das sind noch nicht einmal 900 Passagiere pro Tag. Flughafen-Chef Schwarz: „Für dieses geringe Fluggastaufkommen einen ganzen Flughafen offen zu halten, belastet unsere Kassen völlig unnötig mit rund 10 Millionen Euro jährlich.“
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