Zwei Jahre Bauarbeiten am neuen Hauptstadt-Airport BBI: „Wir liegen voll im Zeitplan“

04.09.2008
Größte Flughafenbaustelle Europas / Erste Bauabschnitte fertig gestellt / Startschuss für Terminalbau gefallen / BBI-Eröffnung am 30. Oktober 2011
Am 5. September 2006 war es soweit: Auf der Baustelle des zukünftigen Hauptstadt-Airports BBI wurde der erste Spatenstich vollzogen. „Das wichtigste Vorhaben für die deutsche Hauptstadt“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Und Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, sagte anlässlich des ersten Spatenstichs: „Hier wird unsere Zukunft gebaut.“

Zwei Jahre intensiver Bauarbeiten später kann Flughafenchef Dr. Rainer Schwarz feststellen: „Der BBI nimmt Gestalt an. Die Fortschritte auf der Baustelle sind beeindruckend. Mit dem Baubeginn für das BBI-Terminal im Juli 2008 haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht.“ Manfred Körtgen, Geschäftsführer Technik/BBI der Berliner Flughäfen: „Wir haben bislang Aufträge von rund 1,2 Milliarden Euro klagefrei vergeben und konnten ohne Stopp bauen. Die bisherigen Baufortschritte zeigen, dass wir gut in unserem Zeitplan für die BBI-Eröffnung am 30. Oktober 2011 liegen.“

Die Baustelle für den Airport Berlin Brandenburg International BBI ist mehr als 2.000 Fußballfelder groß. Insgesamt werden 2,2 Milliarden Euro investiert, hinzu kommen millionenschwere Drittinvestionen. Durch den BBI entstehen bis zu 40.000 neue Arbeitsplätze in der Region. 2011 wird der gesamte Flugverkehr auf dem BBI gebündelt. Der neue Flughafen stellt der Region die Kapazitäten zur Verfügung, die in den nächsten Jahrzehnten benötigt werden.

Zwei-Jahres-Übersicht über Europas größtes Flughafenprojekt:

  • 26. Oktober 2006: Das modernste Betonwerk Europas nimmt den Betrieb auf

Allein an Beton werden für den BBI insgesamt 3,4 Millionen Tonnen verbaut. Dafür wird nur wenige Wochen nach dem ersten Spatenstich das modernste Betonwerk Europas errichtet, das über eine eigene Schienenanbindung verfügt und mitten auf der BBI-Baustelle steht. Um eine schnellere Produktion zu gewährleisten, wird das Betonwerk mehrfach erweitert. Durch die Verlagerung der Rohstoffanlieferung von der Straße auf die Schiene werden Anwohner und die Umwelt entlastet.

  • 30. April 2007: Erstes Teilstück für Bahntunnel fertig gestellt

Nach zehn Monaten Bauzeit werden die Arbeiten an einer der ersten BBI-Baustellen fertig gestellt. Bei dem ersten Teilstück der westlichen Schienenanbindung handelt es sich um ein 90 Meter langes und 23,8 Meter breites Stahlbeton-Tunnelbauwerk, das die westliche Einfahrt in den 3,4 Kilometer langen Bahntunnel darstellt. Die termingerechte Fertigstellung des Tunnelteilstücks ist für den weiteren Bauablauf wichtig, weil viele Ver- und Entsorgungsleitungen für den BBI über das Bauwerk verlegt werden müssen.

  • 27. Juni 2007: Mehr als 1.700 Läufer beim AirportRun

Bei idealen Lauftemperaturen schnuppern 1.754 Läufer ganz besondere Fughafenatmosphäre, als sie an dem Halbmarathon um die BBI-Baustelle teilnehmen. Die Strecke führt vorbei an den Start- und Landebahnen und quer über die Baustelle für den neuen Hauptstadt-Airport Berlin Brandenburg International BBI. Im Frühsommer 2008 findet ein Jahr später der 3. AirportRun statt, bei dem Flughafenchef Dr. Rainer Schwarz, der selbst mitläuft, sagt: „Der AirportRun hat sich inzwischen fest im Berliner Laufkalender etabliert.“

  • 9. Juli 2007: Baubeginn am unterirdischen BBI-Bahnhof

Wie geplant beginnen die Bauarbeiten für den Rohbau des sechsgleisigen BBI-Bahnhofs. Flughafen-Chef Dr. Rainer Schwarz: „In den nächsten Monaten wird man sehen können, wie der unterirdische Bahnhof Stück für Stück wächst.“ Der 405 Meter lange und rund 60 Meter breite BBI-Bahnhof, der sich teilweise direkt unter dem Flughafen-Terminal befinden wird, bildet zugleich das Fundament für das noch zu errichtende Fluggast-Terminal. Zunächst konzentrieren sich die Bauarbeiten auf die Herstellung des Fundaments, das mittels einer so genannten kombinierten Pfahlplattengründung errichtet wird.

  • 14. November 2007: Ein Bauwerk mit Weitblick

In den neunziger Jahren war die Infobox am Potsdamer Platz ein großer Besuchermagnet. Inzwischen ist es die BBI-Baustelle, zu der die Berliner und Brandenburger mit Begeisterung fahren. Der BBI-Infotower, der mitten im Baugeschehen steht, gibt allen Besuchern die Möglichkeit, aus 32 Meter Höhe einen Überblick über die mehr als 2.000 Fußballfelder große Baustelle zu gewinnen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck zur Eröffnung: „Der Infotower ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bauwerk mit Weitblick. Mit seiner Eröffnung kann sich jeder ein eigenes Bild vom wichtigsten Wirtschafts- und Jobmotor unserer Region machen.“ Direkt neben dem BBI-Infotower befindet sich ein Besucherpavillon mit aktuellen Informationen rund um das Baugeschehen.

  • Januar 2008: Der BBI als Top-Investitionsstandort

Bei der Flächenvermarktung für den BBI gibt es die ersten großen Erfolge: Die Berliner Flughäfen haben 37,9 Hektar des insgesamt 109 Hektar großen BBI Business Park Berlin an den britischen Gewerbeparkbetreiber SEGRO verkauft. Zusätzlich vereinbarten die Berliner Flughäfen mit SEGRO eine Option für den Erwerb von weiteren 24 Hektar. Eine 17.000 m² große Fläche im BBI Business Park Berlin wurde an die ANH Hausbesitz GmbH & Co.KG aus dem Sauerland verkauft. Das Grundstück befindet sich im Eingangsbereich des größten zusammenhängenden Gewerbeparks Berlins direkt an der B96a.

  • 23. Mai 2008: Flughafenautobahn eröffnet

Mit der neuen Autobahnanbindung wird Schönefeld endgültig zum City-Airport. Das 700 Meter lange Teilstück der Flughafenautobahn A113 schließt die letzte Lücke zwischen der Berliner Stadtautobahn A111 und der A113 bei Waltersdorf/Schönefelder Kreuz. Damit können Fluggäste nun schon heute direkt von der Autobahn zum Terminal abbiegen. Die Fahrzeit zwischen Ku’damm und Schönefeld verkürzt sich auf 25 Minuten. Gleichzeitig wird mit dem Lückenschluss der BBI ab 2011 optimal an das Autobahnnetz angebunden.

  • 2. Juli 2008 Erster Rohbauabschnitt des BBI-Bahnhofes fertig gestellt

Die Arbeiten am 185 Meter langen Teilabschnitt des Bahnhofsrohbaus werden termingerecht abgeschlossen. Dieser Abschnitt bildet das Fundament für das BBI-Terminal. Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister Berlins: „Der erste große Abschnitt der BBI-Bauarbeiten ist geschafft.“

  • 11. Juli 2008: Startschuss für die Bauarbeiten am BBI-Terminal

Der Baubeginn für das BBI-Terminal ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zum BBI. Denn nun nimmt Europas größtes Flughafenprojekt Gestalt an und wächst in die Höhe. Das sechsgeschossige BBI-Fluggastterminal wird 220 Meter lang, 180 Meter breit und 32 Meter hoch sein. Vorgelagert ist das 715 Meter lange Haupt-Pier, das nach aktuellem Planungsstand über 15 Fluggastbrücken verfügt. Ergänzt wird das Terminal durch das 350 Meter lange Nord-Pier, das für Walk-Boarding vorgesehen ist und durch das Süd-Pier, das ebenfalls 350 Meter lang ist und über zehn Fluggastbrücken verfügt. Die Startkapazität des U-förmig angelegten Terminalkomplexes beträgt 22 bis 25 Millionen Passagiere. Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister Berlins, zum Baubeginn: „Das neue Terminal wird das Herzstück des künftigen Flughafens.“

  • 15. Juli 2008: BBI-Sommertour durch Brandenburg

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck eröffnet die BBI-Sommertour durch Brandenburg. Von Juli bis September 2008 reisen die Berliner Flughäfen mit dem Infobus durch das Land. Mit der BBI-Sommertour informieren sie die Menschen in der Region – von der Prignitz über die Uckermark bis zur Lausitz, vom Havelland bis zur Oder – über Chancen und Potenziale des wichtigsten Zukunftsprojekts Berlin-Brandenburgs.

  • September 2008: Der größte Konjunkturmotor für die Region

Im September 2008 sind bereits rund 1,2 Milliarden Euro an Vergabeleistungen getätigt worden. Davon sind mehr als 800 Millionen Euro, also rund 70 Prozent in die heimische Wirtschaft geflossen. Damit ist auch klar: Das Mittelstandskonzept der Berliner Flughäfen bewährt sich. Der BBI ist schon während der Bauarbeiten der größte Konjunkturmotor der Region.

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