Neujahrsempfang unter Tage

19.01.2009
Ungewöhnliche Location: Berliner Flughäfen laden in den unterirdischen BBI-Bahnhof
Rückblick 2008: Berliner Flughäfen mit dem stärksten Wachstum aller deutschen Flughäfen / Ausblick 2009: Hauptstadt-Airport BBI bekommt ein Gesicht

Mit + 1,4 Millionen Passagieren das stärkste Wachstum aller deutschen Flughäfen, 21,4 Millionen Passagiere insgesamt, große Fortschritte bei der Realisierung des unterirdischen BBI-Bahnhofs, mit dem Bau des BBI-Terminals begonnen – die Berliner Flughäfen blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück. Zum traditionellen Neujahrsempfang hat das Unternehmen am heutigen Abend an einen ungewöhnlichen Ort eingeladen: in den unterirdischen BBI-Bahnhof mitten auf der größten Flughafenbaustelle Europas.

Im Beisein des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und von Flughafenchef Dr. Rainer Schwarz können sich die geladenen Gäste ein Bild von den Fortschritten auf der Baustelle für das wichtigste Zukunftsprojekt der Region Berlin-Brandenburg machen. Am weitesten vorangeschritten sind mittlerweile die Arbeiten am Bahnhof. Der „Keller“ des künftigen Hauptstadt-Airports in der Übersicht:

  • Der BBI verfügt über einen 6-gleisigen Bahnhof mit drei Bahnsteigen direkt unter dem Terminal mit exzellenten Verbindungen ins Berliner Zentrum und ins Umland. Das Ziel der BBI-Planer: Jeder zweite Reisende kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum BBI.
  • Der Bahnhof besteht aus zwei Abschnitten: einem 6-gleisigen, 285 m langen, 60 m breiten und 10 m tiefen Abschnitt, der über zwei S-Bahn-Gleise mit Mittelbahnsteig und vier Fernbahn-Gleise mit zwei Mittelbahnsteigen verfügt. Und einem 4-gleisigen, 130 m langen, 45 m breiten und 10 m tiefen Abschnitt, der über vier Fernbahn-Gleise mit zwei Mittelbahnsteigen verfügt. Diese beiden Bahnsteige sind 405 Meter lang, so dass ein doppelter ICE dort halten kann.
  • Schienenanbindung: Die S-Bahn endet im Bahnhof und fährt wieder zurück zum Bahnhof Schönefeld. Die Fernbahn fährt durch den Bahnhof durch und trifft 7 Kilometer weiter östlich auf die bestehende Strecke der Görlitzer Bahn.
  • Der BBI-Bahnhof garantiert kürzeste Wege. Die Fahrgäste kommen mit der S-Bahn, Regionalbahn oder dem Fernverkehr an und fahren direkt mit der Rolltreppe oder dem Fahrstuhl ins Terminal. Von der Ankunft bis zum Check-in-Schalter werden nur fünf Minuten benötigt.
  • Die Arbeiten am ersten 185 Meter langen Teilabschnitt des Bahnhofsrohbaus sind termingerecht abgeschlossen. Dieser Abschnitt bildet das Fundament für das BBI-Terminal. Insgesamt wird der unterirdische BBI-Bahnhof 405 Meter lang und 60 Meter breit und verfügt über zwei Bahnsteige für den Regional- und Fernverkehr sowie einen S-Bahnsteig.
  • Der Rohbau wird von einer Mittelstands-Arbeitsgemeinschaft (Arge) ausgeführt. Die Arge setzt sich aus Schälerbau Berlin, Berger Bau, Niederlassung Berlin, Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau, Berlin, sowie Ingenieurbau Gesellschaft mbH, Berlin, zusammen. Am Bau des Bahnhofes sind seitens der Mittelstandsarbeitsgemeinschaft 430 Mitarbeiter tätig.
  • Mit den Verbau- und Erdarbeiten für den Bahnhof wurde im März 2007 begonnen. Der erste Beton kam Ende Juni 2007 für die Bohrpfähle zum Einsatz, der letzte Beton floss im Juni 2008 in die Deckenplatte. Für die Herstellung des Bahnhofes wurden 53.000 Kubikmeter Beton eingebaut. Außerdem wurden für den Rohbau 5800 Tonnen Bewehrungsstahl eingebaut.
  • Eine besondere Herausforderung für die Planer stellte die unterschiedliche Elektrifizierung der Züge im unterirdischen Bahnhof und Tunnel dar. Regional- und Fernbahn fahren mit 15.000 Volt Wechselstromspannung in Deckenstromschienen, die S-Bahn dagegen mit 825 Volt Gleichstromspannung in Stromschienen an den Gleisen. Dadurch werden unterschiedliche Magnetfelder erzeugt, die die Technik der Flugzeuge und Geräte im Terminal beeinflussen könnten.
  • Die Bauarbeiten am BBI-Bahnhof gehen in den nächsten zwei Jahren zügig weiter. In der zweiten Jahreshälfte 2009 werden die Berliner Flughäfen den Rohbau des Bahnhofes und die östlichen Tunnelbauwerke einschließlich des Tunnelmunds an die Bahn übergeben. Mitte 2010 wird der westliche Tunnel unter dem künftigen Rollfeld an die Bahn übergeben.
  • Die Kosten der Schienenanbindung des BBI belaufen sich auf rund 636 Millionen Euro. Berlin und Brandenburg tragen je 30 Millionen Euro bei, 576 Millionen Euro kommen vom Bund.
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Lars Wagner Leiter Pressestelle / Pressesprecher
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