Bilanz-Pressekonferenz 2008

31.03.2009
Erfolgreichstes Geschäftsjahr in der Geschichte der Berliner Flughäfen
Für die Berliner Flughäfen war 2008 ein Rekordjahr. Die Passagierzahl von 20 Millionen aus dem Vorjahr wurde 2008 um 1,4 Millionen übertroffen. Damit sind erstmals 21,4 Millionen Fluggäste auf den Hauptstadt-Airports abgefertigt worden. Mit einer Steigerung von rund sieben Prozent verzeichnete Berlin im abgelaufenen Jahr das stärkste Wachstum aller deutschen Flughäfen. „2008 war für die Berliner Flughäfen ein exzellentes Jahr. In allen Bereichen haben wir uns gegenüber 2007 deutlich verbessern können“, betonte Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens in Berlin.

Der Anteil Berlins am deutschen Luftverkehrsmarkt ist weiter erhöht und liegt zurzeit bei rund 11 Prozent. Neben Frankfurt und München hat sich Berlin als dritter überregional bedeutender Flughafenstandort in Deutschland etabliert. In Europa belegt Berlin Platz 15.

Nennenswerte Zuwächse bei Umsatzerlösen und EBITDA

Die gesamtwirtschaftliche Situation des Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die erneut gestiegenen Verkehrsleistungen, ein nachhaltiges Kostenmanagement, wie auch höhere Entgelte durch sukzessive Rabattminderungen haben sich 2008 positiv auf die Umsatzerlöse und damit auf die Ertragslage des Unternehmens ausgewirkt. Die Umsatzerlöse aus dem Aviation-Bereich sind gegenüber 2007 von 156 auf 167,3 Millionen Euro gestiegen. Dieses Ergebnis entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent. Die Umsatzerlöse aus dem Non-Aviation-Bereich haben sich sogar um 18,9 Prozent von 38,7 auf 46 Millionen Euro verbessert. Das EBITDA – Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – fiel mit 79,7 Millionen Euro um 18,4 Prozent höher aus als 2007. Mit 324,3 Millionen Euro lag das Investitionsvolumen um 171,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Der größte Anteil der Investitionsmaßnahmen, rund 300 Millionen Euro, entfiel auf den BBI.

Kostensenkungsprogrammm „Herkules 2009“ ist Antwort auf die Krise

Die gesamte Luffahrtindustrie steht angesichts des immer dramatischeren Verlaufs der globalen Wirtschaftkrise vor großen Herausforderungen. Der Weltluftfahrtverband IATA hat seine Prognose von minus 3 auf minus 5,7 Prozent bei den Passagierzahlen geändert. „Die Verkehrsergebnisse der ersten drei Monate zeigen, dass die negativen Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise nicht spurlos an den Berliner Flughäfen vorbei gehen. Mit unserem Kostensenkungsprogramm „Herkules 2009“ haben wir ein effektives Steuerungsinstrument in der Hand, um der Krise wirkungsvoll begegnen zu können. Ziel ist es, in diesem Jahr zehn Millionen Euro bei den Betriebsaufwendungen einzusparen“, so Schwarz.

Berlin hat sich von der allgemeinen Marktentwicklung abgekoppelt

Der durchschnittliche Passagierrückgang aller 24 deutschen Verkehrsflughäfen lag in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bei elf Prozent. Berlin hatte im gleichen Zeitraum ein Minus von rund acht Prozent zu verzeichen. Damit hat sich Berlin von der allgemeinen Marktentwicklung abgekoppelt. Berlin ist im Vergleich zu anderen deutschen Verkehrsflughäfen breit aufgestellt. Sowohl der traditionelle als auch der Low-Cost-Verkehr ergänzen sich gut. Berlin ist in Kontinental-Europa der größte Low-Cost-Markt mit nennenswertem Wachstumspotential. Jeder zweite Berlin-Passagier nutzt schon heute die vielfältigen Angebote der Low-Cost-Carrier.

BBI-Finanzierung auf gutem Wege

Um die Finanzierung des BBI sicherzustellen, haben sich die Berliner Flughäfen verpflichtet, einen Eigenfinanzierungsbeitrag von 440 Millionen Euro zu erbringen. „In den Jahren 2005 bis 2008 sind bereits 235 Millionen Euro für den BBI erwirtschaftet worden. Das sind 53 Prozent des Eigenanteils. Wir liegen mit 4 Prozent über Plan. In den kommenden Jahren kommt es mehr denn je darauf an, die Profitabilität des operativen Geschäfts sukzessive zu verbessern“, so Schwarz auf der Bilanz-Pressekonferenz.

Eine wesentliche Voraussetzung für den Abschluss der BBI-Langfristfinanzierung ist die Zustimmung der EU-Kommission zu einer 100%-Bürgschaft durch die Gesellschafter der FBS. Mitte März 2009 hat die Bundesregierung bei der EU-Kommission offiziell den Notifizierungsschriftsatz eingereicht, nachdem mit der Kommisssion Vorgespräche bereits seit Jahresanfang geführt wurden. „Wenn die Kommission zu einem positiven Ergebnis kommt, werden wir unverzüglich in konkrete Verhandlungen mit den Banken treten. Unser Ziel ist es, in der zweiten Jahreshälfte zu einem langristigen Finanzierungsabschluss zu kommen“, so Schwarz.

Stand der BBI-Bauarbeiten

Zum Stand der Bauarbeiten sagt Manfred Körtgen, Geschäftsführer Technik/BBI: „Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Rund 2.000 Bauarbeiter sind zurzeit auf der Baustelle beschäftigt. Im Laufe dieses Jahres werden es rund 3.000 sein. Jetzt bekommt der BBI mit dem modernen Terminal sein unverwechselbares Gesicht.“ In diesem Jahr wird der Rohbau des Terminals fertig. Danach beginnen die Bauarbeiten für die Gebäudehülle, wie Stahlbauarbeiten und Fassade. Weiterhin wird mit den Rohbauarbeiten im Bereich des Pier Süd begonnen. Der Ausbau des unterirdischen Bahnhofs durch die Deutsche Bahn startet noch in diesem Jahr. Die Fertigstellung des Rohbaus des Bahntunnels für die östliche Schienenanbindung erfolgt ebenfalls noch in diesem Jahr. Ein weiterer Schwerpunkt der Bauarbeiten ist die 4.000 Meter lange südliche Start- und Landebahn. Hier beginnen die Betonierungsarbeiten im Frühjahr 2009. Hinzu kommen Betonarbeiten für Flugbetriebsflächen, wie Vorfelder und Rollwege. „Mit den Bauarbeiten liegen wir im Zeit- und Kostenrahmen. Unser Ziel steht. Wir wollen den BBI am 30. Oktober 2011 in Betrieb nehmen“, so Körtgen.
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