Sielmann Stiftung vergibt Patenschaften für Fischadler

10.07.2009
Der Brandenburger Finanzminister Rainer Speer und der Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, Prof. Rainer Schwarz, wurden heute im Informationszentrum der Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen bei Storkow als Paten für die beiden jungen Fischadler geehrt, deren Aufwachsen seit ihrem Schlüpfen zu Pfingsten per Webcam auf der Internet-Seite der Heinz Sielmann Stiftung zu sehen ist.
„Mit ihrem Engagement als Paten bekräftigen Herr Minister Speer und Herr Prof. Schwarz die Bedeutung des Artenschutzes am Beispiel dieser besonderen Adlerart“, erklären die Vorstände der Heinz Sielmann Stiftung, Michael Spielmann und Walter Stelte bei der Patenschaftsübergabe. Die vor Jahrzehnten in Teilen Mitteleuropas fast ausgerottete Adlerart fand im wald- und seenreichen Brandenburg ideale Rückzugsräume. In den letzten Jahren ist eine erhebliche Bestandszunahme zu verzeichnen.

Bewährt hat sich dabei auch die Anlage künstlicher Nisthilfen auf Hochspannungsmasten, wie sie der Netzbetreiber E.ON edis zur Verfügung stellt. „Unsere Nisthilfen werden von den Adlern zu beeindruckenden Horsten ausgebaut und von immer mehr Adler-generationen gerne angenommen und bebrütet“, sagt Danilo Fox von der Unternehmenskommunikation der E.ON edis AG.

Da Fischadler in Deutschland noch vor wenigen Jahrzehnten so selten waren, sind viele Aspekte ihres Verhaltens bislang unerforscht. „Ich unterstütze als Adler-Pate gerne die Bemühungen der Heinz Sielmann Stiftung, dieser faszinierenden Raubvogelart eine breite öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen“, sagt Finanzminister Rainer Speer. „Ich freue mich besonders, dass die Zahl dieser Vögel im Land des roten Adlers immer mehr zunimmt. Das hat auch mit einer engagierten und vorausschauenden Naturschutzpolitik in Brandenburg zu tun“. Der Adler ist das Wappentier des Landes Brandenburg. Speers „Patenkind“ wurde auf den Namen „Moritz“ getauft.

Prof. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, taufte seinen Paten-Adler auf den Namen „Charly“ und sagte: „Wir legen beim Bau des Airport Berlin Brandenburg International großen Wert darauf, dass auch Ausgleichsmaßnahmen und Ausgleichsabgaben erfolgen, die dem lokalen Naturschutz, oder etwa auch dem Naturschutzfonds Brandenburg zu Gute kommen“.

In den nächsten Wochen wird es am Horst der Internet-Fischadler lebhaft, denn die Jungadler werden flügge und von den Elternvögeln bald zu ersten Ausflügen über die Groß Schauener Seen angeregt. Schon bald werden die Jungadler am Rand des Horstes zu beobachten sein, wo sie flatternd ihre Flugmuskulatur stärken und erproben.

Bereits am 26. Juni 2009 wurden die beiden Jungadler zu wissenschaftlichen Zwecken an ihren Füßen mit Ringen der Beringungszentrale Hiddensee versehen. Mit den Ringen sind sie für ihr ganzes Adlerleben eindeutig identifizierbar und können für die ornithologische Forschung und den Adlerschutz wichtige Erkenntnisse liefern, so über das Zugverhalten und die Zugwege, die Ansiedlung und Standorttreue sowie über Fortpflanzung und Lebensdauer der Fischadler.

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