Wasser marsch für den BBI

13.10.2009
Der MAWV aus Königs Wusterhausen beginnt mit der Versorgung des neuen Flughafens
Wenn es nach dem Märkischen Abwasser- und Trinkwasserzweckverband (MAWV) ginge, könnte ab dem 13. Oktober mit dem Flugbetrieb auf dem neuen Airport Berlin Brandenburg International begonnen werden. An diesem Tag haben Schönefelds Bürgermeister Dr. Udo Haase MAWV-Verbandsvorsteher Wolf-Peter Albrecht und Flughafenpressesprecher Ralf Kunkel den Schieber für die 400er Anschlussleitung der Trinkwasserversorgung zum künftigen Terminal des BBI geöffnet. Über diese Trasse, die auf der Ostseite von der Hauptversorgungsleitung um das Flughafengelände herum abzweigt, stellt der regionale Wasserversorger aus Königs Wusterhausen dem BBI im mittleren Verbrauch täglich 2.000 m³ Trinkwasser zur Verfügung. Das entspricht dem Bedarf einer Kleinstadt von 21.000 Einwohnern. In Spitzenzeiten kann der MAWV seine Lieferung fast auf das dreifache auf rund 5.500 m³ pro Tag erhöhen. Die Durchflussmenge an Trinkwasser wird sowohl durch dem MAWV als auch den BBI per Datenübertragung überwacht und ferngesteuert. Um ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Versorgung zu erreichen, wird noch ein weiterer Anschluss auf der Nordwestseite an das Trinkwasserversorgungsnetz des Versorgungsunternehmens bis zum Probetrieb des Flughafens BBI hergestellt. Dabei wird das komplette Trinkwassernetz des künftigen BBI durch eine ARGE bestehend aus den Firmen beton & rohrbau C.-F. Thymian GmbH & Co. KG, Karl Weiss Technologieunternehmen GmbH & Co. KG und TWB Tief- und Wasserbau GmbH.

„Wir haben die Trinkwasserversorgung des Flughafens termingemäß fertig gestellt und dabei auch die geplanten Kosten einhalten können“, freut sich ein zufriedener MAWV-Chef Wolf Peter Albrecht. Zugleich verweist er darauf, dass damit der guten partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Berliner Flughäfen und MAWV ein weiterer Meilenstein hinzugefügt wurde. Auch Manfred Körtgen, Geschäftsführer Technik/BBI der Berliner Flughäfen, freut sich über den wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zum neuen Flughafen BBI: „Die erste BBI-Trinkwasserleitung steht. Wir freuen uns, dass wir mit dem MAWV einen starken und verlässlichen Partner aus der Region für die Trinkwasserversorgung des Flughafens an unserer Seite haben.“

Begonnen hatte das Miteinander von Wasserversorger und Flughafenerbauer mit den Arbeiten für das Freimachen des Baufeldes. Dafür mussten aufgrund des vergrößerten Areals des neuen Airports jeweils groß dimensionierte Leitungen für Trinkwasser und Abwasser auf einer Länge von ca. 7 km um den Flughafen herum mit einem Aufwand von rund 20 Millionen Euro verlegt werden.

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