Jahresendpressegespräch 2009: Berliner Flughäfen trotzen erfolgreich der weltweiten Wirtschaftskrise

17.12.2009
Knapp 21 Millionen Passagiere 2009 / Umsatz und Ergebnis steigen / 2010 BBI-Richtfest, Gebührengespräche und Non-Aviation-Vergaben / Vergabeschwelle von einer Milliarde Euro für Bauunternehmen der Region überschritten
„Luftfahrtbranche droht Absturz“, „Die Reiselust lässt nach“ – so oder so ähnlich klangen viele Luftfahrtmeldungen des Jahres 2009. Bei den Berliner Flughäfen klingt es anders:

Berliner Flughäfen trotzen der Krise

„Mit dem Kostensenkungsprogramm Herkules haben wir schnell und konsequent auf die weltweite Wirtschaftskrise reagiert. Gemessen am gesamtwirtschaftlichen Umfeld ist daher 2009 für die Berliner Flughäfen ein exzellentes Jahr. Die Berliner Flughäfen bleiben in der Erfolgsspur“, sagte Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, beim Jahresendpressegespräch des Unternehmens.

Mit stabilen Verkehrszahlen können sich die Berliner Flughäfen vom negativen Trend an den deutschen und europäischen Flughäfen abkoppeln. Im November wurden 1.695.294 Passagiere gezählt – ein Wachstum von vier Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Kumuliert wurden in den ersten elf Monaten 2009 insgesamt 19,4 Millionen Passagiere abgefertigt (- 2,4 Prozent).

„In diesem Jahr werden an den Berliner Flughäfen fast 21 Millionen Passagiere starten und landen“, erwartet Schwarz. „Die Passagierzahlen erreichen trotz der starken Rückgänge im Januar und Februar dieses Jahres fast das Rekord-Niveau von 2008. Mit einem prognostizierten Minus von rund zwei Prozent werden wir übers Jahr zum siebten Mal in Folge deutlich besser als der Durchschnitt aller deutschen Flughäfen liegen.“

Umsatz und Vorsteuerergebnis steigen

Aufgrund des guten Verkehrsergebnisses sowie des Kostensenkungsprogramms Herkules erreichen die Berliner Flughäfen 2009 auch ihre wirtschaftlichen Ziele. Der Umsatz steigt um rund zehn Prozent auf 280 Millionen Euro, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sogar um rund 15 Prozent auf 90 Millionen Euro. Seit 2005 hat das Unternehmen damit annähernd eine Verdopplung des Cash Flows und damit eine deutliche Produktivitätssteigerung zu vermelden.

Größte Infrastrukturfinanzierung in Europa gestemmt

Weiterer Erfolg im ablaufenden Jahr 2009: Mit dem Abschluss der BBI-Gesamtfinanzierung konnten die Berliner Flughäfen trotz massiver Liquiditätsengpässe im Bankenmarkt die derzeit größte Infrastrukturfinanzierung in ganz Europa auf die Beine stellen. Die Gesamtsumme der BBI-Finanzierung liegt bei 2,4 Milliarden Euro. Größter Geldgeber ist die Europäische Investitionsbank (EIB), die sich mit einer Summe von einer Milliarde Euro an der Finanzierung beteiligt. Die KfW IPEX-Bank, die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) sowie die Investitionsbank Berlin (IBB) steuern jeweils 310 Millionen Euro zur BBI-Finanzierung bei. Die weiteren beteiligten Banken sind die Landesbank Berlin und die Norddeutsche Landesbank (jeweils 150 Millionen Euro), die DZ Bank (100 Millionen Euro) sowie die Berliner Volksbank (70 Millionen Euro).

Eine Milliarde Euro für die Region

Bereits zwei Jahre vor Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BBI ist der Bau des Flughafens eine Erfolgsstory für die heimische Wirtschaft. Fast 300 Unternehmen aus der Region Berlin-Brandenburg haben bei der bisherigen Auftragsvergabe für den BBI Ausschreibungen für sich entscheiden können. Mit den Vergaben an die B+P Gerüstbau GmbH, Wandlitz (Gerüstmanagement und Baulogistik), und die Eckard Garbe GmbH, Berlin (Parkanlagen), ist die Vergabeschwelle von einer Milliarde Euro für Unternehmen der Region überschritten.

„In diesem Jahr ist der BBI aus dem Boden gewachsen und jetzt als Flughafen erkennbar. Jeden Tag machen wir einen weiteren Schritt – auf dem Weg zum Flughafen der Zukunft. Dieser Erfolg gründet sich auch auf der mittelständischen Wirtschaft in Berlin-Brandenburg, denn 62 Prozent aller Bau-Auftrags-Vergaben gingen an Unternehmen in der Region“, sagt Manfred Körtgen, Geschäftsführer Technik/BBI der Berliner Flughäfen.

Meilensteine auf dem Weg zum BBI

Mit großen Schritten geht die Fertigstellung des neuen Hauptstadt-Airports BBI voran. Im kommenden Frühjahr werden die Berliner Flughäfen gemeinsam mit allen beschäftigten Unternehmen und den Menschen in der Region das Richtfest des Terminals feiern. Körtgen: „Beim Richtfest wollen wir der Öffentlichkeit das Terminal vorstellen. Der fertige Rohbau wird einen guten Eindruck davon vermitteln, was hier seit dem ersten Spatenstich im September 2006 geleistet wurde und wie hell und freundlich der künftige Hauptstadt-Airport seine Passagiere empfangen wird.“

Ausblick: die wichtigsten Schritte zum neuen Airport

Die BBI-Probeläufe: Bevor der BBI am 30. Oktober 2011 eröffnet, werden in einem sechsmonatigen Probetrieb alle Abläufe intensiv geübt: Kofferbänder werden sich warmlaufen, Check-In-Counter werden probehalber besetzt, Sicherheitskontrollen getestet und alle nur erdenklichen Situationen simuliert. Dazu werden die Berliner Flughäfen ab Anfang 2011 Statisten suchen, die den neuen Hauptstadt-Flughafen auf Herz und Nieren testen.

Der größte Umzug Berlins: Am 29. Oktober 2011 folgt dann die spektakuläre Umzugsnacht. Aus zwei wird eins: Die Flughäfen Tegel und Schönefeld schließen abends. Über Nacht werden alle mobilen Geräte, Maschinen und Anlagen zum neuen Hauptstadt-Airport BBI gebracht. Dort startet am Morgen des 30. Oktober 2011 die erste Linienmaschine.

BBI-Entgelte: Bei der Gestaltung der Entgelte für den künftigen Hauptstadt-Airport planen die Berliner Flughäfen für das Jahr 2010 die nächsten Schritte. Zunächst werden bilaterale Gespräche mit den Airlines geführt, anschließend folgt die Abstimmung mit Verbänden und Behörden. So soll eine Entgeltordnung erstellt werden, die den Verkehrsmix an den Berliner Flughäfen widerspiegelt.

Non-Aviation: Mit der Gebr. Heinemann KG wurde in dieser Woche der erste Mieter des neuen Hauptstadt-Flughafens BBI und zukünftige Betreiber der Duty Free/Duty Paid-Flächen vorgestellt. Heinemann konnte sich mit einem starken regionalen Bezug in Sortiment und Laden-Konzept durchsetzen. Die regionale Verankerung wird auch bei den nun anstehenden Vergaben für die Gastronomie- und Shopping-Flächen eine wichtige Rolle spielen. Im ersten Halbjahr 2010 sollen sie abgeschlossen sein.

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