6. Internationales Workcamp in der Zülowniederung

26.07.2010
17 Jugendliche aus neun Nationen starten ihr Engagement als „Zülow-Pfleger“ für den Naturraum von Rangsdorf, einem Nachbarn des neuen Hauptstadt-Airports BBI
Zum mittlerweile sechsten Mal seit 2005 heißt es im Sommer für drei Wochen: Internationales Workcamp in Rangsdorf. In diesem Jahr kommen die 17 jugendlichen Teilnehmer im Alter von 17 bis 25 Jahren aus China, Südkorea, Russland, Estland, Italien, Frankreich, Dänemark, Armenien und Deutschland. Gemeinsam engagieren Sie sich in den kommenden drei Wochen als „Zülow-Pfleger“ freiwillig im Natur- und Landschaftsraum von Rangsdorf.

Direkt am Rangsdorfer See wird ein neuer, rund 150 Meter langer Abschnitt des Uferwegs hergestellt. Damit wird eine Verbindung zwischen der Uferpromenade am Strandbad und dem Wanderweg „Rund um den Rangsdorfer See“ geschaffen. Erst kürzlich wurden hier Reste ehemaliger Entenställe abgerissen, nun soll das kleine Waldstück wieder attraktiv gemacht werden: Das Bauen und Aufstellen von Wegweisern und Bänken, das Einsammeln von Unrat sowie das Anbringen von Nistkästen für Vögel gehören zum Aufgabenbereich der Jugendlichen. Natürlich wird auch das Umfeld der Wegstrecke mit einbezogen und gepflegt – und damit der Anschluss zu den Arbeiten vorangegangener Workcamps hergestellt. Rangsdorf wird als Tor in die Zülowniederung wieder ein Stück attraktiver.

In der Zülowniederung – einer rund 2.600 Hektar großen, Niederungs- und Kulturlandschaft zwischen Mittenwalde, Dabendorf und Rangsdorf – wird die größte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Airport Berlin Brandenburg International BBI umgesetzt. Ziel ist es, die landwirtschaftlich geprägte, offene Niederungslandschaft aufzuwerten und durch eine kleinteiligere Gliederung der Landnutzung und der Betonung bereits vorhandener Strukturen die Landschaft abwechslungsreicher zu gestalten. Die Ausgleichsmaßnahmen sollen die Lebensbedingungen für Flora und Fauna verbessern und damit auch den Erlebniswert der Zülowniederung steigern. Die Berliner Flughäfen führen im Rahmen des Schönefeld-Ausbaus gleich eine ganze Reihe von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durch. Sie ziehen sich wie ein Band rund um den Airport. So werden beispielsweise für jeden gefällten Baum neue Bäume gepflanzt, für jede versiegelte Fläche wird ein Ausgleich geschaffen.

Seit 2005 organisiert der Landschaftspflegverein Mittelbrandenburg e.V. gemeinsam mit dem Verein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) e.V. das Internationale Workcamp. Markus Mohn, Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg: „Es ist toll, dass wir Jahr für Jahr mit unseren Gästen eine weitere Masche des Rangsdorfer Wegenetzes knüpfen können. Aber ebenso wichtig und spannend ist es, dass dabei die Jugendlichen aus vielen Nationen mit verschiedenen Sprachen und unterschiedlichen Kulturen so viel Spaß und Interesse aneinander haben. Das verbindet sie!“

Die Jugendbegegnung wird auch in diesem Jahr von den Berliner Flughäfen gefördert. Im Rahmen der naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen für den Bau des neuen Hauptstadt-Airports BBI setzt sich der Flughafen langfristig für eine Aufwertung der Natur- und Kulturlandschaft in der Region ein. Den Schwerpunkt bildet dabei die Zülowniederung. Im Rahmen des Workcamps besuchen die Teilnehmer auch die Baustelle für den neuen Hauptstadt-Airport BBI, um sich mit eigenen Augen ein Bild vom aktuellen Stand der Bauarbeiten machen zu können.

Das Workcamp geht noch bis zum 15. August. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, das Workcamp zu besuchen und mit den Jugendlichen über ihren Landschaftspflege-Einsatz zu sprechen. Eine Einladung für die Abschlussveranstaltung, auf der das Ergebnis der Arbeiten vorgestellt wird, wird noch gesondert versendet.

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