Hauptstadt-Airport BBI: Entwürfe für Kunst am Bau ausgewählt

20.04.2011
Alle sechs Kunstwerke stehen fest / Realisierung der Entwürfe bis zur BBI-Eröffnung / Sonderausstellung der Kunstwerke in der airportworld bbi
Nachdem im vergangenen Herbst die ersten drei Entwürfe für Kunst am Bau am neuen Airport BBI prämiert worden sind, wurden nun die drei ausstehenden der insgesamt sechs Kunstwerke ausgewählt. Unter dem Leitthema „Luft – Land“ haben folgende Entwürfe die Zustimmung des Preisgerichts, eines unabhängigen Expertengremiums erhalten:

„Open Sky Box“ von Takehito Koganezawa hinter der Sicherheitskontrolle auf der Abflugebene: Die Open Sky Box ist eine raumhohe Lichtbox, die nach dem Zufallsprinzip in blau und weiß beleuchtet und vom Reisenden auf dem Weg von der Sicherheitskontrolle zum Marktplatz wahrgenommen wird. Auf abstrakte Weise nimmt sie so bereits auf dem Flughafen die Reise vorweg.

„untitled“ von Matt Mullican auf der Plaza in der Airportcity: Auf die Seiten-, Decken- und Rückwände der beiden Treppenaufgänge vom unterirdischen BBI-Bahnhof in die Airportcity werden mit Hilfe von Sandstrahltechnik die unterschiedlichsten Motive und Bilder aufgebracht. Der „Subjekt-Pavillon“ bezieht sich auf das Thema Fliegen, den Himmel und die Kosmologie. Im „Objekt-Pavillon“ geht es um eine direkte Referenz zur Umgebung Berlin-Brandenburg.

Gate X von Björn Melhus – Kunst am sogenannten „Virtuellen Ort“, d.h. in den neuen Medien und dem Internet: Das Gate X stellt das Tor zu einer virtuellen Parallelwelt innerhalb des BBI-Terminals dar. Mit Hilfe von Smartphones kann der Reisende in ein virtuelles „Luftschloss“ schauen und dessen geisterhafte Bewohner, die der computergenerierten Normfamilie aus den Flugzeug-Sicherheitsvideos entsprechen, beobachten. Das Projekt spielt mit der Frage nach der Beheimatung unserer mobilen Gesellschaft im Transit.

Das Preisgericht würdigte die Qualität der ausgewählten Entwürfe. „Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen ein auch im internationalen Vergleich hohes Niveau. Es ist der Bedeutung der Aufgabe angemessen und wird der Dimension des Flughafens als global ausstrahlende Drehscheibe des Flugverkehrs in hohem Maße gerecht. Im Unterschied zu vielen anderen Kunst-am-Bau-Wettbewerben ist es hier überdies gelungen, die sechs zu bespielenden Kunststandorte durch einen übergeordneten Leitfaden und das Generalthema des Verhältnisses zwischen Luft und Land, Abflug und Ankunft, Fremde und Heimat zu einer ‚Erzählung‘ zusammenzuschließen. Statt vereinzelter Setzungen ist ein inhaltlich wie formal dicht gewebtes Netz unterschiedlichster Interpretationen und künstlerischer Lesarten des Themas Flughafen entstanden“, sagt Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn und stellvertretender Preisgerichtsvorsitzender. Weitere Mitglieder des Preisgerichts sind Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Dr. Manfred A. Körtgen, Geschäftsführer Betrieb/BBI der Berliner Flughäfen, Hajo Paap, Assoziierter Partner gmp-Architekten, Katharina Grosse, Künstlerin, und Dr. Perdita von Kraft, Direktorin Kunstmuseen Dieselkraftwerk Cottbus.

Mit der Auswahl der drei Entwürfe stehen nun alle sechs Kunstwerke für Kunst am Bau am BBI fest. Alle Kunstwerke sollen bis zur BBI-Eröffnung im Juni 2012 realisiert werden. Wer sich schon heute ein Bild von den Kunstwerken machen möchte, hat in der airportworld bbi, dem Besucherzentrum des Flughafens, die Gelegenheit dazu: Dort findet die Sonderausstellung „Kunst am Bau“ statt, die die einzelnen Bewerberkunstwerke in Bildern zeigt und die Siegerentwürfe sowie die Künstler vorstellt. Geöffnet ist die Ausstellung von Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Außerdem stellen die Berliner Flughäfen die Siegerkunstwerke und die jeweiligen Künstler auch im Internet vor.

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