Nettolärmentlastung für die Region: Berliner Flughäfen engagieren sich bei Tag gegen Lärm

27.04.2011
Neue Ausstellung informiert über Fluglärmmessungen und lärmabhängige Entgelte / Baulärm am BBI nachhaltig reduziert / 140 Millionen Euro für BBI-Schallschutz
Mit einer neuen Ausstellung, der mobilen Lärmmessstelle und ihrem Schallschutzbus haben die Berliner Flughäfen heute Anwohner der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow über Fluglärm und das BBI-Schallschutzprogramm informiert. Die Mitarbeiter des Flughafens erklärten insbesondere, wie Fluglärm gemessen wird. Auch die Berechnung von Tag- und Nachtschutzgebieten für Flughafenanwohner wurde mittels Grafiken und Schaubildern anschaulich dargestellt. Für die Anwohner ist die Festlegung dieser Gebiete ein wichtiger Anhaltspunkt, ob ein Antrag auf Schallschutz erfolgversprechend ist.

Ein besonderes Augenmerk beim Lärmschutz liegt darüber hinaus auf der Einführung lärmabhängiger Entgelte für den BBI. Für ein Flugzeug müssen je nach ausgehender Lärmbelastung unterschiedlich hohe Gebühren bezahlt werden: Leise Maschinen zahlen deutlich weniger als laute Flieger. Die Zahl besonders lautstarker Flugzeuge am Flughafen Schönefeld konnte auf diese Weise in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesenkt werden.

Zudem informierten die Mitarbeiter der airportworld bbi, dem Besucherzentrum der Berliner Flughäfen, heute über Maßnahmen, mit denen der Baulärm am BBI so gering wie möglich gehalten wird. So werden besonders lärmarme Baumaschinen eingesetzt, um vor allem die Anwohner in Schönefeld, Selchow und Rotberg zu entlasten. Die Zahl von nur sieben Beschwerden in sechs Jahren Bauzeit bestätigt den Erfolg des Baulärm-Managements.

Schallschutzanträge jetzt einreichen

Die Berliner Flughäfen empfehlen allen BBI-Anwohnern ihren Antrag auf Schallschutz bis zum 3. Juni 2011 einzureichen. Dann ist garantiert, dass die Maßnahmen bis zur Eröffnung des neuen Flughafens ein Jahr später plangemäß umgesetzt sind. Natürlich gilt auch weiterhin: Bis fünf Jahre nach BBI-Eröffnung können Schallschutzanträge gestellt werden, also bis Juni 2017.

Grundsätzlich sind die Berliner Flughäfen bei der Umsetzung des BBI-Schallschutzprogramms auf die Mitwirkung der Anwohner angewiesen – sei es bei der Einreichung der notwendigen Unterlagen, bei der Schalltechnischen Objektbeurteilung (STOB) oder letztlich auch bei der Beauftragung der bauausführenden Unternehmen.

„Die Eigentümer kennen ihre Wohnungen oder Häuser natürlich am besten und sollten die Ingenieurbüros bei ihrer Arbeit unterstützen – sei es mit Hinweisen zu Rollladenkästen oder früheren Anbauten“, sagt Flughafensprecher Ralf Kunkel und betont: „Im Einzelfall entscheiden wir bei der Erstattung von Schallschutz mit Augenmaß. Klar ist aber auch: Was nicht irgendwann mal einer Bauordnung entsprochen hat – also ‚schwarzgebaut‘ wurde, wird nicht ersetzt.“

BBI bringt Nettolärmentlastung für die Region

Durch die Schließung der innerstädtischen Flughäfen und die Konzentration des Luftverkehrs auf den neuen Airport BBI kommt es zu einer massiven Lärmentlastung der Region: Im Jahr 2004 waren bei einem Fluggastaufkommen von 15 Millionen Passagieren tagsüber 225.800 Menschen in unserer Region von einem Dauerschallpegel von 55 dB(A) betroffen. Im Jahr 2023 werden es bei doppelt so vielen Passagieren lediglich 59.600 sein (Quelle: Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung, 2006). Die Anwohner am BBI werden durch ein umfangreiches Schallschutzprogramm mit einem Gesamtvolumen von 140 Millionen Euro weitreichend geschützt.

Der Internationale Tag gegen Lärm wird in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Akustik ausgerichtet und vom Umweltbundesamt gefördert. In Deutschland fanden am diesjährigen Aktionstag rund 100 Veranstaltungen statt.

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