Schallschutzprogramm der Berliner Flughäfen: Berliner Flughäfen unterstützen Kita-Bau in Blankenfelde-Mahlow mit 500.000 Euro

05.08.2011
Gemeinde Blankenfelde-Mahlow errichtet Neubau für Kindertagesstätte / Berliner Flughäfen erstatten unbürokratisch Schallschutz / Schallschutz für besondere Einrichtungen kommt gut voran
Am 3. Juni 2012 wird der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt in Betrieb gehen. Gemäß Planfeststellungsbeschluss haben neben etwa 25.500 Wohneinheiten (zumeist private Eigentümer) auch rund 50 besondere Einrichtungen (u.a. Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheime, Schulen) Anspruch auf Schallschutz.

Heute überreichte Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, symbolisch einen Scheck über 526.835,95 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Ortwin Baier. Mit dem Geld wird die Gemeinde beim Neubau der Kindertagesstätte (Kita) im Jühnsdorfer Weg unterstützt. Da die Gemeinde die Kitas „Waldhaus“, „Wirbelwind“ und „Zwergstübchen“ bis zur Inbetriebnahme des neuen Flughafens schließen wird, sind die Berliner Flughäfen eigentlich nicht zum Schallschutz verpflichtet – gemeinsam einigte man sich auf die pauschale Entschädigung.

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen: „Mit unserem Beitrag wird es möglich sein, die Kinder in den Betreuungseinrichtungen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus vor Fluglärm zu schützen. Wir freuen uns, dass wir diese gute Lösung mit der Gemeinde finden konnten. Vor allem gegenüber unseren jüngsten Flughafennachbarn nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst.“

Ortwin Baier, Bürgermeister Blankenfelde-Mahlow: „Der Neubau unserer Kindertagesstätte ist für die Zukunft unserer Gemeinde ein wichtiges Signal. Gerade für unsere Kinder ist heute ein guter Tag. Wir freuen uns, dass wir auch dank der Unterstützung der Berliner Flughäfen den bestmöglichen Schallschutz für diese neue Kita erreichen können.“

Verfahren und aktueller Stand: Schallschutz für Besondere Einrichtungen

Bei den besonderen Einrichtungen wird in Abstimmung mit dem Träger der Einrichtung (z.B. Gemeinden, Kirchen) die Verfahrensweise zur Umsetzung des notwendigen Schallschutzes festgelegt. In den meisten Fällen werden die Schallschutzvorrichtungen durch die Berliner Flughäfen bzw. im Auftrag der Berliner Flughäfen eingebaut.

Der Schallschutz für die besonderen Einrichtungen ist auf einem guten Weg: Bislang sind von den Trägern der besonderen Einrichtungen für 37 der etwa 50 antragsberechtigen Einrichtungen Anträge gestellt worden, für 29 Einrichtungen bestehen bereits Vereinbarungen zwischen den Trägern und den Berliner Flughäfen.

Bei fünf Einrichtungen sind die Schallschutzmaßnahmen fertiggestellt, für bis zu 15 weitere Einrichtungen soll dies bis Jahresende erreicht werden. Die Ausgaben bzw. Vereinbarungen für den baulichen Schallschutz in den besonderen Einrichtungen belaufen sich bisher auf rund sechs Millionen Euro.

Besondere Einrichtungen in Blankenfelde-Mahlow

Insgesamt erhalten in Blankenfelde-Mahlow neun besondere Einrichtungen Schallschutzmaßnahmen, davon sind bereits fünf Einrichtungen baulich fertiggestellt, drei weitere werden in diesem Jahr abgeschlossen, eine befindet sich in Vorbereitung. Darüber hinaus zahlen die Berliner Flughäfen für drei Einrichtungen die genannte pauschale Entschädigung.

Hintergrund

Hintergrund Ausführliche Informationen, häufig gestellte Fragen sowie einen formlosen Antrag zum Schallschutzprogramm finden Anwohner in der Schallschutzbroschüre.

Der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt ist das wichtigste Zukunftsprojekt für die Region. Durch die Schließung der innerstädtischen Flughäfen und die Konzentration des Luftverkehrs auf den neuen Airport BER kommt es zu einer massiven Lärmentlastung der Region: Im Jahr 2004 waren bei einem Fluggastaufkommen von 15 Millionen Passagieren tagsüber 225.800 Menschen in unserer Region von einem Dauerschallpegel von 55 dB(A) betroffen. Im Jahr 2023 werden es bei doppelt so vielen Passagieren lediglich 59.600 sein (Quelle: Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung, 2006).

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