Innovation am Flughafen: MATNET-Werkstattgespräch zu Terahertz-Technologien für den Ganzkörperscanner

27.10.2011
Experten diskutieren über neue Ansätze für die berührungsfreie Passagierkontrolle / BER profitiert vom Dialog mit innovativen Unternehmen und Organisationen
In sieben Monaten wird der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt als modernster Airport in Europa in Betrieb genommen. Im Rahmen des Projekts Modern Airport - Testbed for New Efficient Technologies (MATNET) führen die Berliner Flughäfen seit Ende 2007 einen Dialog mit technologieorientierten Unternehmen über zukünftige Innovationen für einen effizienteren und nachhaltigeren Flughafenbetrieb. So erhalten beide Seiten einen Einblick in die konkreten Anforderungen und Realisierungsmöglichkeiten von innovativer Technik für den Flughafen Berlin Brandenburg. Heute findet in der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ein MATNET-Werkstattgespräch zum Thema „Terahertz-Technologien für den Ganzkörperscanner - Neue Ansätze für die berührungsfreie Passagierkontrolle“ statt. Das Werkstattgespräch gibt allen Beteiligten einen Überblick über die laufenden Entwicklungen für mögliche zukünftige Sicherheitsuntersuchungen an Flughäfen.

Bekanntheit erlangte die Terahertz-Technologie im Zusammenhang mit den Tests des Bundesinnenministeriums am Flughafen Hamburg. Durch das Abtasten des Körpers mit THz-Strahlung lassen sich versteckte Gegenstände unter der Kleidung entdecken.

Im heutigen Werkstattgespräch werden auch Neuentwicklungen vorgestellt: Torsten May vom Institut für Photonische Technologien Jena erläutert den Experten seine Terahertz-Wärmebildkamera für Sicherheitsanwendungen. Diese Technik beruht auf der Eigenstrahlung des Körpers. Die hochempfindlichen Kameras registrieren versteckte Gegenstände dadurch, dass die passive Strahlung des menschlichen Körpers in diesem Bereich nicht durchgelassen wird und so auf dem Bildschirm Schatten entstehen.

Mit der Terahertz-Technologie können zudem gefährliche Flüssigkeiten und Gegenstände berührungslos erkannt werden. Besonders Sprengstoffe stehen im Focus der Wissenschaftler. So berichtet Dr. Jörg Beckmann von der BAM über die Erkennung von flüssigen Sprengstoffen mit dieser neuen Methode. Denn: Ziel ist es, Sprengstoffe zu finden und zu analysieren. Für die kontrollierten Passagiere bestehen keine Gefahren; die eingesetzten Energien liegen weit unter den maximal zulässigen Grenzwerten.

Hintergrund

Das Projekt MATNET ist ein Gemeinschaftsprojekt der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA), des Bereichs Verkehr und Mobilität der TSB Innovationsagentur Berlin, der Technologiestiftung Brandenburg, der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), der Berlin Partner GmbH und der Berliner Flughäfen (FBS).

Ziel des 2007 gegründeten Netzwerkes ist es, modernste Forschungsergebnisse für den Flughafen von morgen nutzbar zu machen. In diesem Jahr fand bereits ein MATNET-Werkstattgespräche zum Thema Fremdobjekterkennung (FOD) auf Start- und Landebahnen statt. Mehr Informationen zu MATNET finden Sie unter www.berlin-airport.de im Bereich Flughafen Berlin Brandenburg.

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