Aktuelles zum Schallschutzprogramm: Berliner Flughäfen erstatten weiteren 150 Flughafennachbarn Schallschutz

22.12.2011
Veränderung der Schallschutzzonen durch neue Flugrouten berechnet / Schallschutz-Info-Telefon geschaltet / Aktuelle Zahlen der Antragstellung
Während der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 20. und 21. September 2011 zum Planergänzungsbeschluss „Lärmschutzkonzept BBI“ haben die Prozessbeteiligten beim passiven Schallschutz durch Prozesserklärungen eine Einigung erzielt.

Bei der zentralen Frage, wie sich veränderte Flugrouten auf mögliche Schutzansprüche der Nachbarn auswirken, geht die Flughafengesellschaft unbürokratisch vor. Auf Grundlage der vorläufigen, im Juli von der Deutschen Flugsicherung vorgestellten Routen hat der Flughafen geprüft, ob zusätzliche Anwohner einen Anspruch auf Schallschutz haben könnten. Basis ist das für 2015 erwartete Flugverkehrsaufkommen am Flughafen Berlin Brandenburg. Die Ergebnisse dieser Berechnung liegen – wie angekündigt – nunmehr vor.

Durch die Berücksichtigung der Prozesserklärungen ergibt sich für etwa 150 weitere Flughafennachbarn Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen. Die knapp 70 betroffenen Wohngebäude liegen in Dahlewitz.

Die Berliner Flughäfen werden die Neubetroffenen gleich Anfang des Jah-res über ihre Ansprüche informieren, um eine rasche Umsetzung des indi-viduellen Schallschutzes zu ermöglichen. Natürlich können sich Anwohner auch mit den Berliner Flughäfen in Verbindung setzen.

Schallschutz-Info-Telefon geschaltet

Bei Fragen zum Schallschutzprogramm können sich die Flughafennachbarn an die airportworld der Berliner Flughäfen wenden oder unter www.berlin-airport.de einen Blick in die Schallschutzbroschüre werfen. Bei konkreten Anliegen zur individuellen Umsetzung steht neben den jeweils zuständigen Ingenieurbüros auch – ab Januar wieder – das Schallschutz-Info-Telefon der Berliner Flughäfen dienstags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr unter 030 / 6091-2526 zur Verfügung.

Aktueller Stand des Antragsverfahrens (Stand: 15. Dezember 2011)

Unterdessen schreitet das Schallschutzprogramm für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt weiter voran. 16.000 Eigentümer wollen ihren individuellen Schallschutz bis zur BER-Inbetriebnahme erhalten und haben dies mit einem formlosen Antrag auf Schallschutz bis zum entspre-chenden Stichtag, dem 02. Juni 2011, verdeutlicht.

Von diesen 16.000 haben etwa 13.500 auch einen formellen Antrag mit den notwendigen Dokumenten wie Baugenehmigungen und Nachweisen zum Eigentum nachgereicht. Die Berliner Flughäfen weisen die übrigen 2.500 Eigentümer darauf hin, schnellstmöglich ihren formellen Antrag auf Schallschutz mit den ausstehenden Unterlagen einzureichen. So kann die rechtzeitige Umsetzung der individuellen Schallschutzmaßnahmen bis zur BER-Inbetriebnahme ermöglicht werden.

Bisher haben die Berliner Flughäfen rund 11.500 Kostenerstattungsverein-barungen an die Haus- und Wohnungseigentümer im Flughafenumfeld versendet – sie können umgehend ihre individuellen Schallschutzmaßnah-men bei den Bauunternehmen beauftragen. Bei den ersten rund 1.000 Flughafennachbarn wurden sowohl der Schallschutz bereits eingebaut als auch die entstandenen Kosten durch die Berliner Flughäfen erstattet.

Ansprechpartner
Ralf Kunkel Leiter Pressestelle Flughafen Berlin Brandenburg

Ralf Kunkel Leiter Pressestelle
Flughafen Berlin Brandenburg

+49 30 6091-70100 +49 30 6091-70070

Ansprechpartner
Pressesprecher Lars Wagner

Lars Wagner Pressesprecher
Flughafen Berlin Brandenburg

+49 30 6091-70100 +49 30 6091-70070