Acht Jahre „Zülow-Pfleger“: 17 jugendliche Helfer im Internationalen Workcamp

09.07.2012
Jugendliche aus zehn Nationen engagieren sich im Naturraum von Rangsdorf / Förderung des Workcamps durch die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Bereits zum achten Mal findet das Internationale Workcamp im Natur- und Landschaftsraum Rangsdorf statt. Seit heute nehmen 17 Teilnehmer im Alter von 16 bis 23 Jahren aus Algerien, Armenien, Deutschland, Italien, Mexiko, Slowakei, Spanien, Südkorea, der Türkei und der Ukraine an dem Workcamp am Rande der Zülowniederung teil. Gemeinsam engagieren sie sich in den kommenden drei Wochen als freiwillige Helfer im Natur- und Landschaftsraum von Rangsdorf.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Arbeiten zur Pflege und Entwicklung des Rangsdorfer Wegenetzes für Wanderer und Spaziergänger steht die Wiederherstellung einer alten Allee vom Gutspark Groß Machnow in die umliegenden Wiesen. Damit wird zugleich eine neue fußläufige Rundvariante geschaffen, die dann innerhalb von Groß Machnow ein attraktives Angebot für die Kurzzeiterholung darstellt. Am Rand des Gartendenkmals Gutspark wird eine Stegbrücke über den Gutsgraben hergestellt, um daran anschließend den einstigen Wirtschaftsweg nunmehr als Spazierpfad herzustellen. Dazu werden u.a. Unrat und umgefallene Bäume weggeräumt sowie die Wegränder mit niedrigen Schichtholzhecken markiert. Die Jugendlichen werden außerdem Vogelnistkästen anfertigen und anbringen sowie den alten, wertvollen Baumbestand im Gutspark mit Schildern markieren.

Der Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V. richtet gemeinsam mit dem Verein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) e.V. das Internationale Workcamp aus. Seit dem ersten Camp in Rangsdorf im Jahr 2005 haben sich bereits 130 Jugendliche aus 30 Ländern für den Natur- und Landschaftsraum engagiert. Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH fördert im mittlerweile achten Jahr die internationale Begegnung der „Zülow-Pfleger“. Im Rahmen des Workcamps besuchen die Teilnehmer auch die Baustelle des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg.

Für den Ausbau des Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt setzt sich die Flughafengesellschaft im Rahmen naturschutzrechtlicher Kompensationsmaßnahmen langfristig für zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ein. Das größte Projekt stellt hierbei die Zülowniederung dar – eine rund 2.600 Hektar große Niederungs- und Kulturlandschaft zwischen Mittenwalde, Dabendorf und Rangsdorf. Ziel ist es, die landwirtschaftlich geprägte, offene Niederungslandschaft aufzuwerten und die Landschaft abwechslungsreicher zu gestalten. Die Ausgleichsmaßnahmen sollen die Lebensbedingungen für Flora und Fauna verbessern und damit auch den Erlebniswert der Zülowniederung steigern. Die nachhaltigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Bau des BER ziehen sich wie ein Band rund um den Airport. Andernorts werden beispielsweise für jeden gefällten Baum neue Bäume gepflanzt, für jede versiegelte Fläche wird ein Ausgleich geschaffen.

Das Workcamp dauert noch bis zum 29. Juli. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, die Jugendlichen vor Ort zu besuchen und mit ihnen über ihren Landschaftspflege-Einsatz zu sprechen. Eine Einladung für die Abschlussveranstaltung, auf der das Ergebnis der Arbeiten vorgestellt wird, wird noch gesondert versendet.

 

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