Nach der Aufsichtsratssitzung: Überprüfung des Eröffnungstermins läuft / Richtungsentscheidung beim Schallschutz

16.08.2012
Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat in seiner heutigen Sitzung die nächsten Schritte bei der Realisierung des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt erörtert. Kernthemen waren die Richtungsentscheidung zum Schallschutz für die Flughafenanwohner sowie die Zeit- und Kostenplanung für den Flughafen.

Überprüfung des BER-Eröffnungstermins 17.03.2013 läuft

Wie auf der vergangenen Aufsichtsratssitzung beauftragt überprüft derzeit der neue Technische Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Horst Amann, den BER-Eröffnungstermin 17.03.2013. Entgegen anderslautender Meldungen der vergangenen Tage gibt es hier keinen neuen Stand. Amann: „Ich prüfe derzeit mit internen und externen Bauspezialisten die Machbarkeit des Eröffnungstermins. Wir haben erst vor kurzem mit den Arbeiten begonnen und können heute noch keine verbindliche Bewertung abgeben. Spätestens auf der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte September werden wir Klarheit haben und sagen können, ob der Eröffnungstermin steht oder nicht.“ Zudem bittet Amann um Verständnis dafür, dass „uns andauernde Wasserstandsmeldungen und Spekulationen nicht weiterhelfen. Wir machen unsere Arbeit, und sobald wir ein Ergebnis haben, werden wir das dem Aufsichtsrat und dann der Öffentlichkeit mitteilen.“

Derzeit sind Amann und sein Team damit beschäftigt, den Status der für die Restarbeiten notwendigen Ausführungspläne zusammenzustellen. Nur wenn diese Basis gesichert sei, so Amman weiter, könne ein verlässlicher Terminplan genannt werden.

Sehr guter Schallschutz für die BER-Nachbarn

„Der Aufsichtsrat unseres Unternehmens hat heute eine klare Richtungsentscheidung beim Schallschutz getroffen“, sagte Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft. „Wir werden die Vorgaben des Infrastrukturministeriums umsetzen, die die jüngste Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg berücksichtigen.“ Der sogenannte Klarstellungsantrag beim brandenburgischen Infrastrukturministerium, mit dem das bisherige Schutzziel einer sechsmaligen Überschreitung des Maximalpegels festgeschrieben werden sollte, werde zurückgezogen, so Schwarz weiter.

„Damit gewährleisten wir einen sehr weitreichenden Schutz der Anwohner“, sagte Schwarz. „Wir werden die Arbeit am Schallschutzprogramm in den nächsten Monaten intensivieren und das Team unseres Schallschutzbeauftragten Peter Lehmann verstärken, am Flughafen Schönefeld ein neues Infocenter zum Schallschutz einrichten und die Bürgersprechstunden ausweiten. Unser Ziel ist es, dass sich möglichst viele Anwohner bis zur Eröffnung des Flughafens einen vernünftigen Schallschutz einbauen lassen können.“

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