Zur heutigen Berichterstattung der Berliner Morgenpost

27.11.2012
  • Keine Kapazitätsengpässe
  • BER ist bedarfsgerecht gebaut
  • Qualitätssprung von Tegel zum BER

Die Berliner Morgenpost berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von einem Papier, das der Architekt Dieter Faulenbach-da Costa im Auftrag der brandenburgischen CDU angefertigt hat, nach dem es angeblich Kapazitätsengpässe am BER geben soll.

Hierzu stellt die Flughafengesellschaft fest: Die Sorge, der Flughafen könnte zu klein sein, ist unbegründet. Der Flughafen ist sowohl land-, luft als auch terminalseitig auf eine Startkapazität von 27 Millionen Passagieren ausgelegt. Sowohl der Vorwurf, es gäbe zu wenig Check-In-Schalter als auch zu wenig Gepäckausgabebänder geht ins Leere. Die Check-In-Kapazitäten am BER richten sich mit 118 Check-In-Schaltern sowie 50 Check-In-Kiosken an den mit den Airlines abgestimmten realen Erfordernissen des Flughafens aus, nicht an theoretischen Erwägungen. Ebenfalls Berücksichtigung in der Kapazitätsbetrachtung finden die Synergieeffekte des zentralen Check-In-Bereiches gegenüber einem dezentralen Check-In-Procedere wie in Tegel sowie die Off-Airport-Check-In-Quote, die bei den großen Airlines in Berlin bei über einem Drittel liegt, Tendenz steigend. Auch bei den acht großen Gepäckausgabebändern sind mit Inbetriebnahme des BER keine Engpässe zu erwarten – eine Vergleichbarkeit mit Tegel ist nicht gegeben, da dort lediglich kleine Gepäckausgabebänder pro Gate-Einheit zur Verfügung stehen.

Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft: „Der Flughafen BER bringt gegenüber dem stark belasteten Tegel einen deutlichen Qualitätssprung. Das gilt für die An- und Abreise per Auto und Bahn genauso wie für sämtliche Prozesse im Terminal angefangen von Check-In über Boarding bis zur Gepäckausgabe.“

Die Terminalkapazität ist mittels Passagierflusssimulationen auf die Kapazität von 27 Millionen Passagieren dimensioniert worden. Die bislang 45 Probebetriebstage haben ebenfalls keine Hinweise auf eine Unterdimensionierung des Flughafens geliefert. Die Kapazitätsbetrachtungen für den Flughafen werden regelmäßig auf Basis der Verkehrsentwicklung aktualisiert. Auch hier gibt es keine Hinweise, dass der Flughafen nicht für 27 Millionen Passagiere reichen könnte. Der Flughafen wird bedarfsgerecht und nicht über- oder unterdimensioniert gebaut – darauf weist die Flughafengesellschaft seit Jahr und Tag hin. Je nach Marktentwicklung wird der Flughafen zunächst auf 30 Millionen Passagiere und anschließend in mehreren Schritten auf bis zu 45 Millionen Passagiere ausgebaut werden.

Zur Person Dieter Faulenbach-da Costa: Herr Faulenbach-da Costa ist seit Jahren auf Flughafengegnerseite tätig. Während er heute eine angebliche Unterdimensionierung des Flughafens beklagt, schlug er zu Beginn der Bauzeit noch vor, den Flughafen kleiner zu bauen, da er überdimensioniert sei. So antwortete er beispielsweise in einem Interview mit der Berliner Zeitung am 11.10.2007 auf die Frage: „Ist das geplante Terminal in Schönefeld überdimensioniert?“: „Es ist schon ziemlich groß geraten.“ Weiter führt er aus: „Gespart werden könnte auch an den völlig überdimensionierten Vorfeldern.“

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