Zum Volksbegehren in Brandenburg
Anwohnerinteressen bereits berücksichtigt

04.12.2012
Zum Volksbegehren in Brandenburg für ein Nachflugverbot am Flughafen Berlin Brandenburg teilt die Flughafengesellschaft mit:

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung: „Der BER wird der Flughafen der deutschen Hauptstadtregion Berlin Brandenburg. Wir haben bereits einen sehr sorgfältig ausgewogenen Kompromiss zwischen den wirtschaftlichen Interessen der Region und den Anliegen der Flughafenanwohner. Weitere Einschränkungen dieser Regelung würden die Interessen der heimischen Wirtschaft und damit die Lebensgrundlage der Menschen dieser Region massiv treffen. Wir werden 2012 bereits zum zehnten Mal in Folge stärker wachsen als der Markt und haben in diesem Zeitraum unsere Passagierzahlen verdoppelt. Damit diese positive Entwicklung weitergehen kann brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft, unsere Passagiere und unsere Airlines. Für mehr Arbeitsplätze und eine größere Wirtschaftskraft in der Region ist der Flugbetrieb in den Randzeiten unabdingbar. Für den Betrieb des BER mit Drehkreuzfunktion ist es notwendig, dass Fluggesellschaften auch in den Randzeiten Verbindungen anbieten können. Ein Nachtflugverbot würde Abendumläufe von in Berlin stationierten Flugzeugen gefährden. Die Abendrotationen ausländischer Netzwerk-Airlines wären ebenso betroffen. Nach Auswertung der derzeitigen Slot-Situation würden bei den vorgeschlagenen Einschränkungen in den Randzeiten zehn Prozent aller Passagiere betroffen sein.“

Ab 27. Oktober 2013 wird der gesamte Flugverkehr der Hauptstadtregion auf dem BER konzentriert, über 200.000 Menschen in der Region werden durch die Schließung des innerstädtischen Flughafens Tegel dauerhaft vom Fluglärm entlastet.“

„Durch die Schließung der innerstädtischen Flughäfen und die Konzentration des Luftverkehrs auf den neuen Airport BER kommt es zu einer massiven Lärmentlastung der Region: Im Jahr 2004 waren bei einem Fluggastaufkommen von 15 Millionen Passagieren tagsüber 225.800 Menschen in unserer Region von einem Dauerschallpegel von 55 dB(A) betroffen. Im Jahr 2023 werden es bei doppelt so vielen Passagieren lediglich 59.600 sein (Quelle: Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung, 2006).“

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