Weiterer Meilenstein erreicht:
Umrüstung der BER-Netzwerktechnik abgeschlossen

19.02.2015

Die Umrüstung des „zentralen Nervensystems“ des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg ist abgeschlossen: Heute nahmen Marcus Hänsel, Geschäftsführer Alcatel-Lucent Enterprise Deutschland, und Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, das neue BER-NET in Betrieb.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn: „Wir haben einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme des BER fertiggestellt. Das BER-NET ist das zentrale Nervensystem des neuen Flughafens. Mit der Umrüstung können wir jetzt die Anforderungen unserer Partner und Nutzer mit hoher Qualität erfüllen. Zudem können wir das BER-NET in Zukunft erweitern und an die steigenden technischen Bedürfnisse der Nutzer am Flughafen anpassen.“

Wilhelm Dresselhaus, Vorstandsvorsitzender, Alcatel-Lucent Deutschland AG: „Ein leistungsfähiges und hochmodernes Datennetz ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Unternehmen. Der Flughafen Berlin Brandenburg verfügt jetzt über ein solches Netz, das schnell und äußerst flexibel ist. IP Service Router von Alcatel-Lucent und intelligente Netzwerkinfrastruktur von Alcatel-Lucent Enterprise sorgen dafür, dass die Anforderungen der Netznutzer – Flughafengesellschaft, Airlines, Dienstleister und  Behörden – optimal erfüllt werden“.

Das Flughafennetz beinhaltet IP Service Router von Alcatel-Lucent sowie intelligente LAN- und WLAN-Infrastruktur und Sprachkommunikationslösungen von Alcatel-Lucent Enterprise.

Das ursprünglich für den Flughafen Berlin Brandenburg geplante Datennetzwerk, BER-LAN, wurde in den Jahren 2006 bis 2009 als so genanntes Firmennetzwerk (Corporate Network) geplant, ausgeschrieben und beauftragt. Das Konzept sah vor, dass sich externe Partner als sogenannte Mandanten homogen in die Netzstruktur einfügen sollten. Grundlage eines Corporate Networks ist das Paradigma, dass alle Nutzer den Vorgaben des Netzbetreibers nachkommen. Insgesamt rund 360 verschiedene Systeme von Airlines, Behörden und anderen Flughafennutzern greifen auf das zentrale Nervensystem des BER zu.

Paradigmenwechsel brachte die Lösung

Es zeigte sich jedoch, dass die Kundenanforderungen seit der ursprünglichen Planung im Jahr 2006 deutlich gestiegen waren. Im Rahmen des SPRINT-Programms wurde das Problem analysiert und es wurde entschieden, die erhöhten Kundenanforderungen im Netz abzubilden und durch Aufrüstung auf ein Carrier-Grade-Netz umzusetzen.

Der Aufsichtsrat verabschiedete daraufhin am 27. September 2013 die Vorlage der Flughafen-Geschäftsführung und gab zusätzliche Mittel in Höhe von rund 11 Millionen Euro frei, um das Netzwerk für höhere Anforderungen zukunftsfähig zu machen. In rund einem Jahr wurde das als Corporate Network geplante BER-LAN auf eine komplexere Carrier Technologie, BER-NET, umgebaut. Die Carrier-Technologie bietet Kunden garantierte Dienste mit hoher Servicequalität. Bei etwaigen Störungen in Teilnetzwerken eines Partners werden Systeme anderer Kunden oder das Gesamtnetz nicht beeinträchtigt.

Das BER-NET besteht aus rund 1.000 Netzelementen. Da in der Planung des BER-LANs bereits Vorbereitungen für den Ausbau auf ein Carrier Network getroffen wurden, musste nicht das komplette Netz getauscht werden, sondern nur sogenannte Distributions- und Server-Switches. Der zentrale Teil des Netzes, das sogenannte Backbone, blieb erhalten. Die ausgetauschten Switches konnten als Endgeräte-Switches im Bereich der Leitstellen eingebaut werden und sparen somit Kosten bei zukünftigen Erweiterungen.

Durch die neue Technologie können problemlos neue Nutzer-Netzwerke in das BER-NET integriert werden. Auch bei Überlastungen von Teilnetzen werden sicherheitsrelevante Services weiterhin in der notwendigen Qualität übermittelt. 

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