Müller neuer AR-Vorsitzender, BER-Meilensteine erreicht, Sofortprogramm für Schönefeld, Jahresabschluss 2014

03.07.2015

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Müller wurde heute durch die Mitglieder des Aufsichtsrats der FBB einstimmig gewählt. Er folgt auf Brandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider, der das Amt seit Dezember 2014 als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender kommissarisch ausgeübt hatte und künftig den Projektausschuss führen wird. Neu im Aufsichtsrat sind zudem Gabriela Pantring, Vorstandsmitglied der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), und Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Berlin. Auch für Karsten Mühlenfeld war es nach seiner Wahl im Februar die erste Aufsichtsratssitzung als Chef der Flughafengesellschaft. Themen im Aufsichtsrat waren der aktuelle Stand bei Planung und Bau des BER, die Sicherung der Kapazitäten des Luftverkehrsstandortes Berlin-Brandenburg sowie der Jahresabschluss 2014 der Flughafengesellschaft.

Michael Müller sagte nach der Aufsichtsratssitzung: „Nach meiner Überzeugung muss Politik aktiv Verantwortung für Kernthemen übernehmen. Deshalb habe ich heute die Führung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft übernommen. Meine klare Priorität ist, den BER so schnell wie möglich ans Netz zu bringen. Dazu wird das BER-Terminal jetzt ohne weitere Änderungen fertig gestellt. Ich habe heute auch deutlich gemacht, dass wir langfristig die Luftverkehrskapazität der Region Berlin-Brandenburg absichern müssen. Dazu brauchen wir Schönefeld länger als bislang gedacht. Wir haben der Flughafengesellschaft den Auftrag erteilt, uns in den nächsten Monaten detailliert darzulegen, wie sie die in Zukunft nötigen Kapazitäten bereitstellen will.“

Karsten Mühlenfeld sagte: „Die FBB ist als Flughafenbetreiber ausgesprochen erfolgreich. Wir verzeichnen wachsende Passagierzahlen in Schönefeld und Tegel. Und wir wollen, dass das so bleibt. Daher investieren wir in Tegel in diesem Jahr 19 Millionen Euro. Wir haben dem Aufsichtsrat heute unser Sofortprogramm für Schönefeld vorgestellt, mit dem wir uns auf die Ryanairbasis und die zusätzlichen Flüge einer ganzen Reihe von Airlines einstellen. Wir haben im Aufsichtsrat auch die Frage diskutiert, wie wir die BER-Kapazitäten nach der Eröffnung weiter entwickeln können. Wir werden nun in den nächsten Monaten die strategischen Erweiterungsoptionen erarbeiten und der Öffentlichkeit vorstellen, wenn sie spruchreif sind.“

Bauarbeiten am BER

Die Flughafengesellschaft hat in den ersten beiden Quartalen die übergeordneten Meilensteine für die Fertigstellung des BER erreicht. Dazu zählen die Einreichung des 5. Nachtrags zur Baugenehmigung, die Fertigstellung der Pavillons sowie der Hauptverkabelung. Verzögerungen gibt es weiterhin bei einigen Detailmeilensteinen, wie die Flughafengesellschaft bereits mehrfach gemeldet hat. Der kritische Weg ist und bleibt der Brandschutz, der angesichts der Vielzahl innenliegender Räume im zentralen Gebäudeteil sehr anspruchsvoll ist. „Wir sind im Moment im Plan“, sagte Mühlenfeld. „Aber es bleibt dabei, dass wir noch eine ganze Wegstrecke vor uns haben. Ich erwarte von den Planungsbüros und Baufirmen weiterhin ein hohes Engagement, dass sie ihre Arbeiten wie verabredet erledigen.“ Die nächsten Meilensteine auf dem im Dezember 2014 vorgestellten Zeitplan sind u.a. die Einreichung des 6. Nachtrags, die Fertigstellung der Trassensanierung und des ersten Elements der ÜSSPS (Übergeordnete sicherheitsgerichtete speicherprogrammierbare Steuerung). Die Flughafengesellschaft hatte den Fahrplan zur Eröffnung des BER im zweiten Halbjahr 2017 im Dezember 2014 vorgestellt. Sie erhalten auf der Internetseite der FBB die aktuellen Neuigkeiten und ein monatliches Update zu den wichtigsten Kennzahlen bei Planung und Bau des BER.

Bahnsanierung in Schönefeld

Die Sanierungsarbeiten an der Start- und Landebahn des Flughafens Schönefeld sind im Plan. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll in diesem Monat erfolgen. Aktuell sind rund 150 Bauarbeiter damit beschäftigt, die Seitenstreifen zu befestigen, neue Schlitzrinnen zu montieren, die oberste Asphaltschicht abzufräsen sowie neuen Asphalt einzubauen. Die Nordbahn soll am 24. Oktober 2015 wieder in Betrieb genommen werden. Die Flughafengesellschaft hat für die Dauer der Bauarbeiten ein Anwohnertelefon eingerichtet.

Sofortprogramm für Schönefeld

Durch das verstärkte Engagement von Airlines wie Ryanair, Norwegian und Germanwings ist es nötig, den Flugbetrieb in Schönefeld zu optimieren. Dafür wurde in einem ersten Schritt ein Sofortprogramm aufgelegt. In den kommenden Monaten wird zunächst das Terminal C mit drei Sicherheits-kontrollstellen ausgerüstet. Passagiere, die bereits online eingecheckt haben und ohne Gepäck reisen, können hier schnell zu ihrem Abfluggate gelangen. Auch das Wegeleitsystem am Flughafen wird entsprechend angepasst. Im Terminal D wird ein zusätzlicher Bereich für Non-Schengen-Passagiere mit entsprechenden Passkontrollen sowie Einkaufsgelegenheiten geschaffen. Für die Ryanair-Basis werden Räume für das Personal neu errichtet. Vorfeldseitig werden zusätzliche Standplätze für Flugzeuge geschaffen. Zudem steht 2015 noch die Planung für weitere Maßnahmen an, die erst 2016 umgesetzt werden, wie eine Erweiterung der Warteräume im Terminal A und eine verbesserte landseitige Anbindung für Passagiere.

Jahresabschluss 2014

Der Luftverkehr in Berlin-Brandenburg entwickelt sich bereits seit zwölf Jahren überdurchschnittlich. 2003 flogen 13,3 Millionen Passagiere von und nach Berlin. Im Jahr 2014 waren es mit knapp 28 Millionen Passagieren mehr als doppelt so viele. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den gestiegenen Umsatzerlösen im Aviation- sowie Non-Aviation-Bereich wider. Damit leistet die Flughafengesellschaft ihren Eigenanteil zur Finanzierung des BER.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick: Die gesamten Umsatzerlöse lagen 2014 bei 288,8 Mio. Euro. Die Aviation-Umsatzerlöse sind um 3,0 Prozent auf 198,0 Mio. Euro gestiegen. Die Umsatzerlöse aus dem Non-Aviation-Bereich sind um 5,4 Prozent auf 49,8 Mio. Euro angestiegen. Der FBB-Konzern weist im Jahr 2014 einen Konzernfehlbetrag von 171,3 Mio. Euro (im Vorjahr 181,7 Mio. Euro) aus. Das EBITDA lag mit 56,1 Mio. Euro auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

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