Die Luft ist rein - oder?

07.08.2013
Die Luft ist rein – oder?
Kaum zurück aus den Schulferien wurde es am 6. August für die Schüler der Grundschulen in Schulzendorf und Schönefeld gleich richtig spannend. Im Rahmen des Umweltprogramms der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) ernteten sie in ihren Schulhöfen nach wissenschaftlichen Methoden angebautes Gras. Dr. Monica Wäber vom Institut UMW Umweltmonitoring, Jochen Heimberg, Leiter der FBB-Stabsstelle Umwelt und Dr. Kai Johannsen, Teamleiter Immissionschutz erklärten den Schülerinnen und Schülern dabei Ziel und Aufbau der Untersuchung und beantworteten ihre Fragen.

Die Graskulturen wurden auf schadstofffreiem Humus in Töpfen auf Stangen kultiviert und Anfang Mai 2013 an insgesamt zehn Standorten rund um den Flughafen Schönefeld platziert. Die entnommenen Grasproben werden im Münchner Institut UMW Umweltmonitoring auf Rückstände von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Schwermetallen untersucht. Diese Stoffe treten unter anderem als Rückstände von Verbrennungsprozessen aus Heizungsanlagen sowie dem Straßen- und Luftverkehr auf. Für das sogenannte Biomonitoring wird Gras verwendet, da es als Futterpflanze insbesondere von Rindern und Milchkühen in die Nahrungskette gelangen kann.

Die Analyse von Gräsern ist Teil eines seit 2011 bestehenden freiwilligen Programms der Flughafengesellschaft. Das Umweltuntersuchungsprogramm der FBB ist auf mehrere Jahre angelegt, um die Umweltwirkungen des Luftverkehrs im Flughafenumfeld langfristig zu dokumentieren. Neben dem Biomonitoring, in dem neben Gräsern auch Grünkohlpflanzen und Bienenvölker untersucht werden, betreibt die Flughafengesellschaft auch eine Luftgütemessstelle. In beiden Untersuchungen wurden in den letzten Jahren keine Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt.

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