Rzeszów – Das unentdeckte Karpatenvorland

27.07.2016

Unberührte Natur, Einsamkeit und Stille: Wer das in seinem Urlaub sucht, für den ist das Karpatenvorland im südöstlichen Zipfel Polens genau das Richtige. Ob Wandern, Wintersport und Reiten oder einfach nur Auftanken und Entschleunigen – die Erholungsmöglichkeiten sind hier vielfältig. Im Herzen dieser Region und damit im Dreiländereck zur Slowakei und der Ukraine befindet sich die Kleinstadt Rzeszów – das Tor zum Karpatenvorland.

Grün soweit das Auge reicht: Bieszczady-Nationalpark

Saftige Wiesen, grüne Wälder, Berge – so kann man sich den Bieszczady-Nationalpark im Karpatenvorland (Podkarpackie) vorstellen. Das ist der drittgrößte Nationalpark in Polen, der zum UNESCO-Biosphärenreservat Ostkarpaten gehört. Hier leben in freier Natur Hirsche, Wölfe und Bären. Es gibt eine alte Schmalspurbahn, mit der man das weitläufige Gebiet entdecken kann oder natürlich auch zu Fuß auf den ausgewiesenen Waldwegen und Naturpfaden.

Auf zu neuen Ufern: Solina-Stausee

Keine Autostunde vom Bieszczady-Nationalpark entfernt, befindet sich der schöne Solina-Stausee. Das ist nicht einfach nur ein See, sondern mit einer Fläche von 2200 Hektar und bis zu 60 Metern Tiefe der größte Stausee Polens. Eine Meisterleistung ist der gewaltige Staudamm (82 Meter hoch und 665 Meter lang!), über den man entlang spazieren kann. Wer Höhenangst hat, sollte den See lieber mit dem Ausflugsschiff erkunden oder bei einem Kaffee in dem Seeort Solina.

Geheimtipp: Magura-Nationalpark

Rzeszow-2

Fast noch als Geheimtipp gilt der Magura-Nationalpark, der sich durch seine hügelige Landschaft und dichten Waldgürtel auszeichnet. Besonders interessant sind die durch Wind und Wetter geschaffenen, riesigen Felsformationen. Wer sich für die traditionelle südpolnische Holzbauweise interessiert, sollte den Themenpfad zur Holzarchitektur entlang laufen. Insgesamt bietet der Magura-Nationalpark 85 Kilometer lange Fuß-, Fahrrad- und Pferdewanderwege. 

Größtes Freilichtmuseum in Polen: Sanok

Rzeszow-1

Am Rande des Bieszczady-Gebirges liegt am Ufer des Flusses San die kleine alte Burgstadt Sanok. Hier scheinen die Uhren noch anders zu ticken. Die Burg ist aus dem 14. Jahrhundert und den Marktplatz säumen hübsche alte Bürgerhäuser. In Sanok ist außerdem das größte Freilichtmuseum Polens zu finden. Es bietet einen interessanten Einblick in das Leben und die Kultur der Volksstämme der Lemken und Boyken. Typisch für diese Stämme sind ihre Wohnhäuser und Kirchen aus Holz. 

Rzeszów – Das Tor zum Karpatenvorland

Mit rund 180.000 Einwohnern ist Rzeszów keine große Stadt, dennoch gilt sie als Zentrum und Hauptstadt des Karpatenvorlandes (Podkarpackie). Die Stadt lässt sich gut mit dem Fahrrad erkunden. An 20 Ausleihstellen der Firma „Romet“ kann man ein Rad ausleihen. Anschauen sollte man sich das Schloss und das Sommerpalais der Adelsfamilie Lubomirski, den Marktplatz, die Altstadt und das prachtvolle Rathaus, in dem heute das Stadthistorische Museum untergebracht ist. Interessant ist es auch unter den altstädtischen Straßen: Als den reichen Bürgern im 17. Jahrhundert der Platz für ihre Waren ausging, errichteten sie Keller als Speicher. So entstand ein weit verzweigtes Netz von Kellern, Gängen und Treppen, das man besichtigen kann. 

Musikfestspiele in prachtvoller Residenz

Rzeszow-3

Nicht unerwähnt für diese Region sollten die Schlösser und Paläste bleiben. Bis heute zeugen sie vom einstigen Glanz der polnischen Adelsfamilien. So zählt das Schlossensemble der Familien Lubomirski und Czartoryski in Łańcut (Landshut) östlich von Rzeszów zu den wichtigsten Adelsresidenzen in Polen. Das gesamte Anwesen wird heute als Museum und Kulisse für das jährliche Musikfestival von Łańcut genutzt. 

Anreise / Flughafen

Ab dem 2. September 2016 bietet die irische Low-Cost-Airline Ryanair eine neue Verbindung von Berlin nach Rzeszów an. Die Strecke wird dreimal wöchentlich – Montag, Mittwoch und Freitag – ab Berlin-Schönefeld geflogen. Der Flughafen Rzeszów-Jasionka liegt etwa zehn Kilometer nördlich der Innenstadt von Rzeszów, die man mit dem Linienbus erreichen kann. Polen ist ein sehr gastfreundliches Land. Da viele Polen etwas Deutsch sprechen, kann man sich gut mit den Einheimischen verständigen.

Flughafeninfo

+49 30 60911150

@berlinairport

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Flughafeninfo sind an 7 Tagen rund um die Uhr für Sie da.