Mit Niš das Balkanland Serbien entdecken

10.08.2016
Nis

In den Urlaub nach Serbien? Warum eigentlich nicht! Sicher, Serbien ist kein klassisches Urlaubsziel und die Stadt Niš eher unbekannt. Aber genau das macht das Land auf dem Zentralbalkan zu einer spannenden Destination. Fernab von Massentourismus und Bettenhochburgen zählt Serbien zu den touristischen Geheimtipps Osteuropas. Hier gibt es viel zu entdecken: eine faszinierende Natur und gut erhaltene Kulturdenkmäler. Ein Ausgangsort für die Entdeckung des Landes könnte Niš sein - nach Belgrad und Novi Sad die drittgrößte Stadt in Serbien.

Niš – auf den Spuren der serbischen Geschichte

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Wer Niš besucht – ausgesprochen: „Nisch“ – lernt eine der ältesten Städte auf der Balkanhalbinsel kennen. Niš liegt in Südserbien, etwa 250 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Belgrad, direkt am Fluss Nišava. Sehenswert ist die von Osmanen im 18. Jahrhundert erbaute Festung der Stadt. Sie ist eine der am besten erhaltenen türkischen Festungen auf dem Balkan. Im Festungspark kann man herrlich spazieren. Die Anlage umfasst außerdem eine alte Moschee, ein Hamam und altes Amphitheater, das für Kultur-Events genutzt wird. Starke Nerven braucht man für den Schädelturm („Cele Kula“), der nach einer Schlacht zwischen Serben und Türken aus über 3.000 Menschenschädeln und Knochen errichtet worden ist. Wer an archäologischen Ausgrabungen interessiert ist, der sollte sich die Römerruine „Mediana“ am Stadtrand von Niš anschauen. In der ehemaligen kaiserlichen Residenz wurde der römische Kaiser Konstantin der Große geboren. Die frühchristlichen Grabstellen aus dem 2. bis 4. Jahrhundert zeugen von einer alten, christlichen Tradition in dieser Stadt. Wer am Fluss „Nišava“ entlangspaziert, wird auf eine lebensgroße Bronze-Statue von Saban Bajramovic treffen. Bajramovic (1936-2008) war ein serbischer Roma-Sänger, der in Niš geboren wurde. Bereits zu Lebzeiten galt er als Musiker-Legende und wurde als „König der Roma-Musik“ bezeichnet.

Niš – die Stadt der Festivals

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Die Serben lieben es Feste zu feiern. Das merkt man auch in Niš, wo jährlich verschiedene Festivals stattfinden. Dazu zählen das jährliche Rockfestival „Nišomnia“, das Internationale Jazz-Festival „Nišville“, das serbische Filmfestival „Filmski susreti“ und das Chorfestival. Fast alle Festivals finden im Amphitheater der Festung statt. Übrigens: In Serbien stößt man hauptsächlich mit hausgemachtem Schnaps an. Dazu schaut man sich in die Augen und prostet sich „Živeli!“ zu.

Kopaonik-Gebirge – ein Eldorado für Wanderer und Skifahrer

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Im höchsten Gebirge Serbiens, dem Kopaonik-Gebirge, befindet sich eines der schönsten Skigebiete Europas. Hier stehen Skifahrern und Snowboardern um die 55 Kilometer Piste und 24 Skilifte zur Verfügung. Das Wintersportgebiet gilt als sehr schneesicher. Der Naturpark „Kopaonik“ ist ein Paradies für Wanderfreunde: Hier gibt es Geysire und Wasserfälle zu entdecken, darunter den höchsten Wasserfall von Serbien („Jelovarnik“). Vom höchsten Berg aus hat man einen fantastischen Blick bis in den Kosovo. Weitere Ausflugsorte in der Nähe von Niš sind: die Schluchten „Sićevo“ und „Jelašnica“, die grüne Gebirgsoase „Bojanine vode“ und die Höhle von „Cerjan“.

Serbien – das Land der Kloster und Kirchen

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Ein Besuch Serbiens wäre ohne den Besuch einer Kirche oder eines Klosters unvollendet. Mit ihrer mittelalterlichen Architektur, ihren Fresken und Ikonen sind sie ein besonderer Anziehungspunkt des Landes. Gute drei Autostunden von Niš entfernt, befindet sich das Kloster „Studenica“, das als die Wiege des serbischen Königreiches angesehen wird. Das mittelalterliche Kloster dient noch heute als großes spirituelles Zentrum der serbischen Bevölkerung. Das klösterliche Leben auf „Studenica“ besteht seit dem 12. Jahrhundert bis heute. Seit dem Jahr 1986 gehört das Kloster zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kloster befindet sich auf der Europäischen Kulturstraße „Transromanica“, welche reich mit historischen Kulturgütern bestückt ist. Einen Besuch lohnen auch die nicht weit von „Studenica“ entfernten Kloster „Zica“ und „Gradac“.

Anreise / Flughafen

Am 4. September 2016 nimmt Ryanair eine neue Flugverbindung von Berlin nach Niš auf. Die südserbische Stadt wird zweimal wöchentlich von Berlin-Schönefeld aus angeflogen. Flugtage sind Donnerstag und Sonntag. Der Flughafen Niš Konstantin Veliki liegt vier Kilometer von der Innenstadt entfernt. Das Stadtzentrum erreicht man in wenigen Minuten mit dem Linienbus Nr. 34 oder mit dem Taxi. Für die Einreise nach Serbien ist ein Personalausweis oder Reisepass notwendig. Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten ist kein Visum notwendig.

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