Timişoara – „Klein Wien“ im Westen Rumäniens

25.08.2016
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Die rumänische Stadt Timişoara hat viele Namen. So wird die Hauptstadt der Region Banat auch Temeswar, Temeschwar oder Temeschburg genannt. Damit nicht genug: Die Stadt im Drei-Länder-Eck von Rumänien, Ungarn und Serbien trägt außerdem den Beinamen „Klein Wien“. Tatsächlich fühlt man sich ein wenig wie in Österreich, wenn man durch die vom Wiener Barock geprägte Altstadt spaziert. Hübsche bunte Häuser im Jugendstil, dazwischen barocke Kirchtürme und kleine Plätze zum Verweilen. Timisoara ist die drittgrößte Stadt Rumäniens und ein guter Ausgangsort, um die touristisch eher unbekannte Region Banat zu erkunden. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit verbunden mit echten Naturerlebnissen und interessanten orthodoxen Kirchen sucht, wird hier fündig. 

Timisoara – Wiener Barock und Jugendstilhäuser

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Rund 350.000 Einwohner zählt die Stadt, die als das westliche Tor Rumäniens gilt. Zu den Highlights von Timisoara zählen die Altstadt mit römisch-katholischer Kathedrale, das Opernhaus, die Orthodoxe Kathedrale, das Alte Rathaus und der Barockpalast. Der im Barockstiel angelegte Domplatz ist der älteste Platz der Stadt. Auf ihm stehen sich der Sankt-Georgs-Dom, die serbisch-orthodoxe Bischofskathedrale und der Barockpalast gegenüber. Neben den barocken Kirchen kann man hier auch Häuser des ungarischen Jugendstils entdecken. Die Orthodoxe Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt – ein von innen wie außen imposantes Bauwerk. Timisoara ist Universitätsstadt, dementsprechend gibt es zahlreiche Cafés, Clubs und Bars. 

Echte Naturerlebnisse – Wandern im Banat

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Die Wälder und Berge in der Region Banat eignen sich hervorragend zum Wandern. Das Banater Gebirge ist ein Bergland im Südwesten Rumäniens, das sich bis nach Serbien erstreckt. Es bildet den südlichen Ausläufer der Karpatenkette. Naturfreunde können dort traumhafte Schluchten, Höhlen und Märchenwälder entdecken, darunter die romantische Karasch-Klamm und die Fledermaushöhle. Der teilweise zum Anina-Gebirge gehörende Nationalpark Semenic-Cheile Carașului zeichnet sich durch einen 300 Jahre alten Buchenwald aus. Hier kann man stundenlang durch Wälder laufen, ohne jemandem zu begegnen. Viele der Wanderwege wurden mit europäischer Unterstützung gebaut. Zu den wildesten und unberührtesten Berglandschaften Rumäniens zählt der Naturpark Retezat, in den sich nur selten ein Wanderer verwirrt. Wer sich in die Wildnis aufmacht, wird richtige Urwälder, klare Bergseen und steile Schluchten entdecken.

Einzigartiges Naturspektakel: Eishöhle Scǎrişoara

Nördlich von Timisoara stößt man auf einen Rieseneisblock mitten im Berg. Das ist die noch aus der Eiszeit stammende Eishöhle Scǎrişoara. Die Eishöhle liegt in einem Gletscher und zählt zu den größten Touristenattraktion des Apusenigebirges in Nordwestrumänien. Die unterirdische Eislandschaft fasziniert mit bizarren Eiszapfen, Skulpturen und Lichteffekten. Hier sollte man sich warm anziehen. Das Naturspektakel aus gefrorenem Wasser ist vor allem für Kinder interessant. 

Anreise / Flughafen

Am 4. September 2016 nimmt Ryanair eine neue Flugverbindung von Berlin nach Timisoara auf. Die westrumänische Stadt wird zweimal wöchentlich von Berlin-Schönefeld aus angeflogen. Flugtage sind Mittwoch und Sonntag. Der Flughafen Timisoara „Traian Vuia“ liegt zwölf Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum. Die Innenstadt kann man mit dem Expressbus oder Taxi erreichen. Am Flughafen sind außerdem mehrere Autovermietungen ansässig. 

Flughafeninfo

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