Aus dem Alltag eines Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik...? Noch nie gehört? Das ist in einer gewissen Hinsicht berechtigt, weil in der heutigen Zeit viele neue Berufsbilder durch Fusionierung mit anderen Berufen entstehen. Ein gutes Beispiel ist der Elektroniker für Informations- und Systemtechnik. Dieser anerkannte Ausbildungsberuf setzt sich aus den Bereichen „Elektrotechnik“, „Informationstechnik“ und „Nachrichtentechnik“ zusammen.

Es handelt sich um ein weit gefächertes Berufsbild, voller spannender, innovativer Technologien, das nur mit systematischem Fachwissen beherrschbar ist. Die Ausbildung beansprucht einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren, kann jedoch bei sehr guten Leistungen auf drei Jahre verkürzt werden.

Ich bin ein angehender Elektroniker für Informations- und Systemtechnik im 2. Ausbildungsjahr und lerne bei der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Im ersten dreiviertel Jahr absolvierte ich eine Grundausbildung in der unternehmenseigenen Ausbildungswerkstatt. In diesem Zeitraum bekam ich theoretisch wie praktisch nützliche Sachen beigebracht. Die Hauptthemen in der Grundausbildung sind Metallbearbeitung, Installationstechnik, Bauteilkunde und Digitaltechnik.

Nach dieser lehrreichen Zeit bin ich anschließend in den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik des Flughafens Berlin Brandenburg gewechselt. Meinen Arbeitsplatz habe ich hier im Service & Support. Der Service besteht aus fünf Teams, die ihre Dienstleistungen auf dem Flughafen anbieten:

  • Team 1: Systembau / Netzinfrastruktur, Helpdesk
  • Team 2: Telekommunikation
  • Team 3: Infotechnik
  • Team 4: LAN
  • Team 5: HF/NF (Hochfrequenz / Niederfrequenz)

Die Zuordnung in das jeweilige Team wird je nach Bedarf und Wunsch des Auszubildenden entschieden. Ich wurde dem Bereich HF/NF zugeordnet, der für die Funktechnik und Funkversorgung am Flughafen zuständig ist. Hier werden außerdem Funkendgeräte programmiert und an den Kunden übergeben. Hinzu kommen Kfz-Einbauten und Reparaturen.

Ein weiterer Bestandteil ist die Beschallungstechnik. Mit Hilfe von elektronischen Lautsprecheranlagen (ELA) wird das komplette Terminal mit Hinweis-, Boarding- und Alarmierungstexten beschallt.. Weitere Aufgaben sind die Pflege und Wartung der Anlagen, z.B. Messungen in den Lautsprecherkreisen. Der Bereich ist außerdem für den „Klang“ in Konferenzsälen zuständig. Damit ist der Auf- und Abbau von Sprechstellen, die Aufzeichnung von Gesprächen und die Betreuung der Konferenzen verbunden.

Ein weiterer Aufgabenbereich des Teams HF/NF heißt Video. Hier dreht es sich zum einen um die Kameratechnik sowie um deren Auf- und Abbau, die Reparatur und Verwaltung. Zum anderen beschäftigt sich das Team mit Anzeigesystemen, der Wartung von Endgeräten und der Verwaltung der Fluginformationssysteme.

In der Ausbildung muss man sich wegen der vielfältigen Spezialisierungsrichtungen auf eine berufliche Hauptrichtung festlegen.