Aus dem Alltag eines Mechatronikers

Die Ausbildung zum Mechatroniker begann erstmals im August 2008. Seit Beginn an wurden jedes Jahr junge motivierte Bewerber im Unternehmen eingestellt. Im Januar bzw. im Februar 2012 haben also die ersten vier Mechatroniker ihre dreieinhalbjährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden in ein anschließendes Arbeitsverhältnis übernommen.

Die Ausbildung beginnt immer mit einer „Azubi-Fahrt“, bei der alle Auszubildenden und Studenten des Einstellungsjahres mitfahren und so erste Freundschaften untereinander entstehen. Außerdem werden die Flughäfen und das Unternehmen vorgestellt, sodass der Einstieg in die Berufswelt erleichtert wird. Nach diesen Kennenlerntagen fängt für alle neuen Mechatroniker die Grundausbildung zurzeit noch am Standort Berlin-Tegel an. Hier haben auch wir als erstes Verständnis für Elektrotechnik erworben, das in verschiedenen Projekten wie z. B. dem Bau von Netzteilen und Leitungssuchgeräten vertieft wird. Zusätzlich erlernten wir das Löten, sodass wir selber Schaltungen wie das Lauflicht aufbauen und Messungen von Stromstärken, Widerständen und Spannungen vornehmen konnten. Des Weiteren erlernten wir die Bearbeitung verschiedener Metalle, angefangen von spannenden Verfahren wie Feilen, Sägen und Bohren über die Herstellung von Werkstücken an der Dreh- und Fräsmaschine bis hin zu Umformverfahren, wie dem Arbeiten an der Abkantbank und dem Schmieden. Aber auch diverse Schweißverfahren sind Teil der Grundausbildung. Dabei stellen wir verschieden Werkstücke her, an denen wir unsere neu gewonnenen Erkenntnisse unter Beweis stellen mussten. Parallel dazu fand die theoretische Ausbildung in der Berufsschule statt. Als angehende Mechatroniker erhielten wir zudem Lehrgänge bei unserem Verbundpartner AEG Signum. Neben Pneumatik-, Hydraulik- und SPS-Lehrgängen wurden wir an der CNC-Fräsmaschine und CNC-Drehmaschine ausgebildet, wobei auch Prüfungsvorbereitungsmaßnahmen berücksichtigt wurden. So vorbereitet fand im 2. Ausbildungsjahr der erste Teil der Abschlussprüfung und am Ende der Ausbildungszeit der zweite Teil der Abschlussprüfung statt. Jeder Auszubildende könnte die Ausbildungszeit auch auf drei Jahre verkürzen, wenn sehr gute Leistungen vorliegen.

Doch bevor es soweit war, stand noch der Werkstattdurchlauf im Bereich Technik bevor. Neben der Befeuerung und Schlosserrei konnten wir auch Einblicke in die Arbeit der Elektrowerkstatt gewinnen. Durch die vielseitigen Einsätze u. a. an der Gepäckförderanlage, der Befeuerung, den Fluggastbrücken oder der Wurzelraumkläranlage bestätigte unsere flexible Einsatzfähigkeit als Mechatroniker. In jedem dieser Bereiche wurden wir über einen längeren Zeitraum eingesetzt, sodass wir uns ein genaues Bild von den Aufgaben der entsprechenden Abteilung machen und so auch Wünsche über einen späteren Einsatzort äußern konnten.

Schneller als erwartet rückte nun die Abschlussprüfung in unmittelbare Nähe. Dazu wurde besonderer Einsatzwille von uns Mechatronikern verlangt. Denn es galt, sich aus bekannten Aufgabenbereichen für ein Prüfungsthema in Form eines betrieblichen Auftrages zu entscheiden und über die auszuführende praktische Arbeit eine umfangreiche Dokumentation zu erstellen, die ebenfalls Teil der Abschlussprüfung war. Ausreichend Motivation für diese letzte Hürde in der Ausbildung dürfte aber eine Übernahme mit einem Arbeitsvertrag am Flughafen Berlin Brandenburg gewesen sein.

 

Ausgelernter Auszubildender Mechatroniker